Stand: 15.09.2017 19:44 Uhr

Wadephul: "Große Koalition muss Ausnahme bleiben"

Wenige Tage vor der Bundestagswahl am 24. September präsentieren sich die schleswig-holsteinischen Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten der Parteien, die derzeit im Bundestag vertreten sind oder eine realistische Chance haben, dort einzuziehen. Am Freitag war Johann Wadephul von der CDU im NDR Studio. Landeshauskorrespondent Stefan Böhnke moderierte die Sendung "Zur Sache Spezial".

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Johann Wadephul sitzt seit 2009 für die CDU im Bundestag.

Gut eine Woche vor der Bundestagswahl weisen die meisten Umfragen darauf hin, dass außer einer Großen Koalition nur ein "Jamaika"-Bündnis infrage kommt. Es wäre das erste Bündnis der Geschichte im Bund aus Union, FDP und Grünen. Der Spitzenkandidat der schleswig-holsteinischen CDU für die Bundestagswahl, Johann Wadephul, hält ein "Jamaika"-Bündnis auch auf Bundesebene für durchaus realistisch. Parlamentarismus lebe von der Alternative, sagte der 54-Jährige in der Sendung. Auf Landesebene gibt es diese Konstellation derzeit nur in Schleswig-Holstein, zuvor gab es eine im Saarland - die allerdings vorzeitig zerbrach.

"Große Koalitionen müssen immer die Ausnahme bleiben"

Die CDU strebe zwar, wenn es rechnerisch möglich ist, ein Bündnis mit der FDP an, wenn es aber notwendig sei auch mit den Grünen, so wie es auch in Schleswig-Holstein gemacht werde, so Wadephul. Ein "Jamaika"-Bündnis ist bei Bundespolitikern von FDP und Grünen derzeit jedoch sehr umstritten. Wadephul sagte, es sei Ministerpräsident Daniel Günther in Kiel gelungen, die beiden kleinen Parteien auf einen gemeinsamen Kurs zu bringen. Wadephul ist überzeugt, dass das Angela Merkel genauso gut gelingen würde. "Große Koalitionen müssen immer die Ausnahme bleiben", sagte der CDU-Politiker, der seit 2009 im Bundestag sitzt.

Johann Wadephul guckt in die Kamera. © NDR Fotograf: Pawel Stoyan

Johann Wadephul bei "Zur Sache Spezial"

NDR 1 Welle Nord - Zur Sache -

Kurz vor der Bundestagswahl stellt sich Johann Wadephul von der CDU im NDR 1 Welle Nord Studio den Fragen von Moderator Stefan Böhnke. Hören Sie das "Zur Sache Spezial" in voller Länge.

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Mit der SPD geht nicht alles

Wadephul betonte in der Sendung, man haben Vieles mit den Sozialdemokraten gut hinbekommen. Dennoch glaubt der 54-Jährige, der auch CDU-Kreisvorsitzender in Rendsburg-Eckernförde ist, dass es Themen gibt, die mit anderen Partnern besser umzusetzen sind. In der Sendung sprach Wadephul Themen an, die seiner Meinung nach zu den Zukunftsaufgaben gehören - wie den technologischen Fortschritt zu organisieren, die Wirtschaft zu erneuern oder neue Wege zu gehen in der Digitalisierung. "Gerade bei der Digitalisierung heißt es jetzt klotzen statt kleckern, das ist die Aufgabe für die Zukunft", meinte der Rechtsanwalt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Zur Sache | 15.09.2017 | 18:05 Uhr

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