Stand: 07.01.2020 09:02 Uhr

Vorbereitungen für Höhenwarnanlage in Elmshorn

Eine Zeichnung einer Höhenwarnkontrolle vor einer Unterführung. © NDR
So soll die Höhenwarntafel vor der Bahnunterführung laut Planungen ab Ende Februar aussehen.

Anwohner und Pendler in Elmshorn müssen sich seit Dienstag auf Einschränkungen in Elmshorn einstellen. Die Geschwister-Scholl-Straße ist bis Ende Februar voll gesperrt. Grund dafür sind Bauarbeiten. An der Bahn-Unterführung soll eine Höhenwarnanlage installiert werden. "Es gibt keine Alternative zur Vollsperrung", erklärt Bauleiterin Annika Markull. "Eine Arbeitsschutzrichtlinie lässt nichts anderes zu." Denn der vorgeschriebene Sicherheitsabstand vorbeirollender Fahrzeuge zu den Arbeitern lasse sich an der Engstelle nicht anders einhalten, auch nicht mit einer halbseitigen Sperrung.

Feststeckende Lkw sorgten für Probleme im Zugverkehr

In den vergangenen Jahren sind in der Unterführung immer wieder Lkw stecken geblieben, weil sie die Durchfahrtshöhe überschätzt hatten. Die Folgen eines solchen Irrtums sind dabei oft weitreichend: Über die Brücke führt die Bahnstrecke von Hamburg Richtung Sylt, Kiel, Flensburg und Dänemark. Bei fast jedem Zwischenfall musste die Zugstrecke mindestens teilweise gesperrt werden. Es kam zu Verspätungen im Zugverkehr und auch zu vollen Straßen in Elmshorn.

Stadt und Bahn teilen sich die Kosten

Die Höhenwarnanlage besteht laut Stadt aus einem fest verankerten Stahlträger, von dem eine Tafel herunterhängt. Sie soll den Lkw-Fahrern unmissverständlich klar machen: Wenn es knallt, ist der Brummi zu hoch für die Brücke. Zulässig sind maximal 2,40 Meter. Die Baukosten von rund 125.000 Euro teilen sich Stadt und Deutsche Bahn AG. Das gilt auch für weitere 25.000 Euro, die beispielsweise für die Planung und Kampfmittelsondierung fällig werden.


Auswirkungen im Busverkehr

Für die Zeit der Bauarbeiten wird der Verkehr umgeleitet - das hat auch Auswirkungen auf die Fahrpläne der Buslinien 6500, 6501, 6503 und 6504. Die Busse verkehren daher während der Bauphase nur bis zur Holstenstraße, zum Holstenplatz beziehungsweise zur Panjestraße neben dem Bahnhof. Wer auf der jeweils anderen Seite weiterfahren will, der muss einmal zu Fuß durch den Bahnhofstunnel. „Die Busse sind aufeinander abgestimmt“, sagt Jessica Bruns, Betriebsleiterin der Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg (KViP). Auch die Anschlüsse an die Bahnen seien gewährleistet.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 07.01.2020 | 10:30 Uhr

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