Stand: 14.12.2018 14:08 Uhr

Volksinitiative gegen Fracking zieht vor Gericht

Die Volksinitiative gegen Fracking in Schleswig-Holstein zieht vor das Landesverfassungsgericht in Schleswig. Die Initiatoren wollen nach eigenen Angaben feststellen lassen, dass die Volksinitiative verfassungsgemäß ist. Mit der Klage wollen sie erreichen, dass sich der Landtag mit ihrem Anliegen befasst und ein Frackingverbot in das Landes-Wassergesetz aufgenommen wird.

Fracking-Verbot für verfassungswidrig erklärt

Die Volksinitiative hatte in diesem Jahr mehr als 42.000 Unterschriften gegen Fracking gesammelt. Der Schleswig-Holsteinische Landtag hatte das von der Initiative geforderte Verbot der Technik zur Gasgewinnung jedoch für verfassungswidrig erklärt. Zur Begründung hieß es, das sei eine Angelegenheit des Bundes. Nach Ansicht der Initiatoren muss darüber aber ein Gericht entscheiden, der Landtag könne das nicht so einfach festlegen.

Schleswig-Holstein soll erste Fracking-Verbotszone werden

Die Volksinitiative will erreichen, dass Schleswig-Holstein zur ersten Fracking-Verbotszone in Deutschland wird, damit andere Bundesländer nachziehen können. Beim Fracking werden Wasser und verschiedene Chemikalien in den Boden gepresst, damit dort Risse entstehen. So sollen Erdöl und Gase leichter gefördert werden können. Kritiker sehen darin hohe Umweltrisiken.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 14.12.2018 | 14:00 Uhr

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