Stand: 17.09.2019 15:15 Uhr

Uni Flensburg: Neues Modell für Berufsschullehrer

Schon während des Studiums Geld verdienen - das können junge Leute in einem dualen Studium. Was bisher nur für Fächer wie Wirtschaftsinformatik, BWL oder Business Administration galt, gibt es jetzt in Schleswig-Holstein auch für angehende Lehrer. An der Flensburger Europa-Universität ist am Dienstag ein neuer dualer Masterstudiengang für Lehramt an beruflichen Schulen gestartet. Angehende Lehrer absolvieren ihr Masterstudium dabei und machen parallel ihr Referendariat. Bundesweit gibt es diesen Studiengang so bisher nur in Flensburg.

Voraussetzung: Nach Studium drei Jahre in SH bleiben

Die Bachelor-Absolventen sollen das Masterstudium samt Referendariat in insgesamt drei Jahren absolvieren, so Kathrin Fischer von der Europa-Uni. Normalerweise schließt sich an die zweijährige Dauer des Masterstudiums noch ein anderthalbjähriges Referendariat an. Ein halbes Jahr soll nun also eingespart werden. "Der neue Studiengang ist sehr komprimiert. Es wird ein anspruchsvolles Studium", sagte Fischer NDR Schleswig-Holstein.

Die Vorteile: Im neuen Studiengang sind die Studenten schneller mit ihrem Studium fertig, können also früher arbeiten. Außerdem verdienen sie als Lehrkräfte in Ausbildung an einer berufsbildenden Schule von Anfang an Geld. Studierende, die den Masterstudiengang in Flensburg machen, müssen sich im Gegenzug allerdings verpflichten, nach der Prüfung drei Jahre im Schuldienst des Landes Schleswig-Holstein an einer berufsbildenden Schule zu arbeiten.

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Ähnliche Modelle in zwei anderen Bundesländern

Am Dienstag traten in Flensburg zunächst acht Studenten den dualen Studiengang an. Wenn sie ihren Master haben, können sie an Berufsfachschulen, Fachoberschulen oder Beruflichen Gymnasien unterrichten. Mehr Informationen zu dem Studiengang gibt es auf der Webseite des Bildungsministeriums. Ähnliche Modelle für ein duales Lehramtsstudium gibt es nach Angaben der Europa-Uni bisher nur in Bayern und Nordrhein-Westfalen.

250-Euro-Prämie soll Referendare aufs Land locken

Um junge Lehrer in eher unbeliebte Gegenden auf dem Land zu locken, hatte das Bildungsministerium jüngst auch einen Modellversuch gestartet. So sollen Referendare an ausgesuchten Schulen eine Prämie in Höhe von 250 Euro pro Monat erhalten. Der Modellversuch gilt zunächst in den Kreisen Dithmarschen, Steinburg, Segeberg und Herzogtum Lauenburg.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 17.09.2019 | 10:30 Uhr

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