Stand: 23.10.2018 17:25 Uhr

Umweltpreis geht erstmals an eine Reederei

Es geht um öffentliche oder private Organisationen, die maßgebliche Beiträge zum Schutz der Natur und Umwelt leisten: Der Umweltpreis der Wirtschaft ging am Dienstag zum dritten Mal an die Flensburger Brauerei. Außerdem wurde die Wyker Dampfschiffs-Reederei (W.D.R.) geehrt - und das ist eine Premiere. Denn nie zuvor hatte die Studien- und Fördergesellschaft der schleswig-holsteinischen Wirtschaft den Preis an eine Reederei vergeben. An der Preisverleihung im Kieler Schloss nahm auch Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) teil. "Der Umweltpreis der Wirtschaft ist ein Aushängeschild für regionale Unternehmen. Die Preisträger stehen als Vorbilder dafür, ökologische Verantwortung und Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen", sagte Albrecht.

Reederei investiert in moderne Fähren

In der Begründung der Fachjury wurde das Engagement der W.D.R. für den Schutz des Wattenmeeres hervorgehoben. Die Reederei liefere durch ihre moderne Flotte einen vorbildlichen Beitrag zur nachhaltigen, sicheren Versorgung der Inseln und Halligen, hieß es weiter. "Pro befördertem Pkw verbrauchen wir heute rund ein Viertel weniger Schiffstreibstoff als auf zuvor eingesetzten Fährschiffen", sagte W.D.R.-Geschäftsführer Axel Meynköhn. In den vergangenen neun Jahren habe das Unternehmen mehr als 50 Millionen Euro in die Modernisierung der Flotte auf der Amrum-Föhr-Linie investiert. "Beim Bau der neuen Doppelendfähren haben wir die Anforderungen des Umweltzeichens 'Blauer Engel' für umweltfreundliches Schiffsdesign umgesetzt", sagte Meynköhn. Der Umweltpreis sei eine große Anerkennung, über die man sich ganz besonders freue.

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Brauerei spart Energie

Die Flensburger Brauerei erhält die Auszeichnung unter anderem, weil das Unternehmen in neue Anlagen und neue Technologien investiert habe, teilte die Jury am Dienstag mit. Dadurch seien Produktionsprozesse und die Energieeffizienz maßgeblich verbessert worden. Das Unternehmen leiste somit einen wichtigen Beitrag zur optimalen Ressourcennutzung und -schonung. Konkret geht es um ein internes Blockheizkraftwerk, die Einführung eines Energieerfassungssystems und eine neue Abfüll- und Verpackungstechnik. "Wir Brauer sind in besonderem Maße gefordert, uns für den Erhalt unserer natürlichen Ressourcen und für eine intakte Umwelt einzusetzen", sagte Hans-Peter Heyen, technischer Geschäftsführer der Brauerei. Mit den aktuellen Maßnahmen spare das Unternehmen 310.000 Kilowattstunden Energie und etwa 900 Tonnen CO2 im Jahr.

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 23.10.2018 | 19:30 Uhr

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