Stand: 26.04.2020 15:44 Uhr  - NDR 1 Welle Nord

Trotz Insolvenz: FSG will weiter Fähren bauen

Auf der Werft der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) soll weiter gebaut werden - trotz der Insolvenz, die das Unternehmen am Freitag bekannt gegeben hatte. Das teilten der neue Geschäftsführer Martin Hammer und Investor Lars Windhorst am Sonntag auf dem Werftgelände mit. Der Bau von vier Frachtfähren stehe der FSG demnach in Aussicht. Allerdings nur, wenn die Banken trotz der Corona-Krise Kredite geben und das Land bürgen würde.

Windhorst: Werft müsse sich auf Stärken konzentrieren

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Trotz Insolvenz stehen neue Aufträge für die FSG in Aussicht, erklärte Investor Lars Windhorst am Sonntag. Der Bau einer weiteren, bereits bestellten Passagierfähre, sollte dagegen nur begonnen werden, wenn dadurch keine weiteren Verluste entstehen.

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Ex-Eigentümer will Fähren kaufen

Die Fähren würde der ehemalige Eigentümer Siem bestellen. Siem hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr an Windhorst und seine Tennor Holding verkauft. Das norwegische Unternehmen will durch den möglichen Kauf aber weiterhin mitmischen.

Windhorst sei außerdem bereit, zusätzliche Millionenbeträge in die Werft zu investieren. Dieses Geld solle aber nicht dazu dienen, Aufträge zu finanzieren, die Verluste einbringen. "Ich persönlich gehe davon aus, dass es mittelfristig sinnvoll ist, dass die Werft sich darauf konzentriert, wo sie Erfahrung hat - und das ist der RoRo-Schiffbau. Natürlich muss man sich Gedanken darüber machen, ob das auch langfristig die alleinige Perspektive sein kann oder ob man auch noch andere Nischen finden muss", erklärte Windhorst weiter. Seit Mitte März ruht die Produktion an der Werft. Im Juni, so hofft Hammer, könnte die Produktion wieder beginnen.

Hammer: "Geld verbrennen kann keine Lösung sein"

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Für den neuen FSG-Geschäftsführer Martin Hammer ist die Insolvenz die letzte Möglichkeit, einen Sanierungsplan für die Werft aufzustellen, der auch nachhaltig funktioniert.

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FSG schon länger in den roten Zahlen

Obwohl die Auftragsbücher voll waren, schrieb die FSG zuletzt rote Zahlen in dreistelliger Millionenhöhe. Der Bau großer Passagierfähren kostete offenbar mehr Geld, als die Werft dafür ausgehandelt hatte. Die Fähre für eine irische Reederei wurde mit hohem Verlust gebaut, eine zweite für Frankreich ist im Bau, allerdings ruht die Produktion. Zwei Verträge über knapp eine halbe Milliarde Euro konnten kürzlich aufgelöst werden. Die Insolvenz könnte nun helfen, aus einem weiteren Vertrag herauszukommen.

Flensburg: FSG soll weiter Schiffe bauen

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Auf der Werft der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft soll weiter gebaut werden - trotz Insolvenz. Geschäftsführer Hammer und Investor Windhorst informierten auf einer Pressekonferenz.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 26.04.2020 | 15:00 Uhr

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