Tote Prostituierte in Rendsburg: Polizei sucht Handy

Stand: 07.10.2020 17:41 Uhr

Nach dem Tod einer Prostituierten in Rendsburg fehlt der Polizei immer noch der entscheidende Hinweis zum Täter. Am Mittwoch haben die Beamten auf einem Friedhof nach Beweismitteln gesucht.

Etwa 20 Beamte aus Eutin durchkämmten mit Kollegen der Kieler Mordkommission den Altstädter Friedhof an der Schleswiger Chaussee in Rendsburg. Sie suchten unter Büschen, Bäumen und an den Gräbern. Laut Polizei hatte es einen Hinweis gegeben, dass sich auf dem Friedhof möglicherweise Beweismittel befinden. Das Gelände liegt gegenüber der Wohnung des Opfers. Wie die Polizei jetzt mitteilte, waren die Ermittler unter anderem auf der Suche nach dem Handy des 40-jährigen Opfers. Bislang konnte es nicht gefunden werden.

Wer hat das rote Smartphone?

Nach Polizeiangaben handelt es sich um ein rotes Samsung Galaxy A20s. Möglicherweise hat der Täter das Handy an sich genommen und anschließend entsorgt. Es sei auch nicht auszuschließen, so die Ermittler, dass unbeteiligte Personen das Smartphone gefunden und mitgenommen haben. Die Kriminalpolizei bittet daher mögliche Finder, sich zu melden. Im Rahmen der Suchaktion haben die Beamten andere Gegenstände sichergestellt, bei denen jetzt geprüft wird, ob sie mit der Tat in Zusammenhang stehen könnten. Nähere Angaben dazu wurden bislang nicht gemacht.

Staatsanwaltschaft: "Noch keine heiße Spur"

Die Leiche der 40-Jährigen war vergangene Woche in der Wohnung gefunden worden. Laut Rechtsmedizin wurde die Frau getötet. Bislang sind in dem Fall bei der Polizei noch keine konkreteren Hinweise eingegangen. "Wir haben bislang noch keine heiße Spur", sagte Bieler. "Wir interessieren uns insbesondere für Beobachtungen rund um die Wohnung aus dem Zeitraum vom 25. bis 27. September." Es sei noch offen, ob möglicherweise ein Kunde der Frau als Täter in Frage komme.

Die Kieler Staatsanwaltschaft hat eine Belohnung in Höhe von 3.000 Euro für Hinweise zur Aufklärung des Verbrechens und zum Auffinden des Handys ausgelobt. Die Frau arbeitete in ihrer Wohnung als Prostituierte und war häufig in Begleitung ihres Chihuahuas zu sehen. Hinweise nimmt die Kieler Kriminalpolizei unter (0431) 160 33 33 entgegen.

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Ein Selfie-Porträt der getöteten Leyhan Feim Veith aus Rendsburg. © Polizeidirektion Kiel

Prostituierte in Rendsburg getötet: Polizei sucht Zeugen

Die Ermittler hoffen auf Hinweise und haben eine Belohnung von 3.000 Euro ausgelobt. mehr

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Schleswig-Holstein Magazin | 07.10.2020 | 19:30 Uhr

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