Stand: 04.10.2018 18:34 Uhr

Tödlicher Unfall auf A1: Angeklagter gesteht

Ein 43 Jahre alter Mann hat am Donnerstag vor dem Amtsgericht Ahrensburg eingeräumt, für einen schweren Unfall auf der A1 bei Bad Oldesloe im Januar 2017 verantwortlich zu sein. Der Mann aus Winsen an der Luhe war laut Anklage mit 2,3 Promille Alkohol im Blut und einem Tempo von 170 Kilometern pro Stunde unterwegs, als er ein Auto rammte und danach einfach weiterfuhr. Das Unfallopfer und ein Ersthelfer starben, als ein zweites Auto in die Unfallstelle fuhr.

Angeklagter soll mit Taxi heimgefahren sein

Durch die Wucht des Aufpralls waren die beiden Männer über die Leitplanke und drei Fahrspuren der Gegenfahrbahn katapultiert worden. "Die Männer standen vor dem Unfallfahrzeug und plötzlich waren sie verschwunden", sagte ein Zeuge vor dem Amtsgericht. Der 22-Jährige aus Bad Oldesloe war als einer der ersten an der Unfallstelle. "Ich sah noch, wie ein Fahrzeug ohne Rücklicht davonfuhr", sagte der 22-Jährige. 

Der flüchtige Fahrer soll sein Auto in einem Gewerbegebiet in der Nähe abgestellt haben und mit einem Taxi nach Hause gefahren sein. Der Polizei erzählte er, sein Auto sei gestohlen worden.

Angeklagter: Schäme mich für das Verhalten

Der Angeklagte ließ vor Gericht über seinen Verteidiger erklären, er schäme sich zutiefst für sein Verhalten. An den Unfall und sein anschließendes Verhalten habe er nur lückenhafte Erinnerungen. "Ich erinnere mich an einen lauten Knall, einen heftigen Ruck, dann sah ich direkt vor mir ein unbeleuchtetes Auto", sagte er. Er habe vor Fahrtantritt zwei Flaschen Rotwein getrunken, während der Fahrt habe er noch drei Dosen mit einem Gin-Mixgetränk konsumiert.

"Ich hatte zu der Zeit ein Alkoholproblem, ich war Quartalstrinker", sagte der Mann aus Niedersachsen. Angeklagt ist der 43-Jährige wegen fahrlässiger Tötung, Unfallflucht und Trunkenheit im Verkehr.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 04.10.2018 | 14:00 Uhr

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