Stand: 12.03.2018 14:39 Uhr

Tod von Flüchtlingen - Anklage gegen Iraker

Die Kieler Staatsanwaltschaft hat gegen einen Iraker Anklage wegen Verdachts der Schleusung mit Todesfolge erhoben. Der 27-Jährige habe im Oktober 2015 die Flucht von 26 Menschen in Richtung Griechenland organisiert, von denen vier ums Leben kamen, sagte Oberstaatsanwalt Axel Bieler am Montag. Das Boot der Gruppe kenterte im Mittelmeer. Dem Angeklagten droht eine Mindeststrafe von drei Jahren.

Festnahme in Strande

Nach der Festnahme des mutmaßlichen Schleusers in Strande bei Kiel war im vergangenen Oktober gegen den den Mann Haftbefehl erlassen worden. Der Iraker bestreitet die Vorwürfe. Ende 2015 war der Mann nach Deutschland gekommen. Er beantragte Asyl und lebte mit Frau und Kind in Schleswig-Holstein. Laut Strandes Bürgermeister Holger Klink war er relativ unauffällig.

Staatsanwaltschaft Kiel zuständig

Obwohl die mutmaßliche Tat in der Türkei geschah - von dort aus soll der Mann die Schleusungen geplant und ausgeführt haben - sind die deutschen Behörden zuständig. Das internationale Recht sieht laut Staatsanwaltschaft mehrere Zuständigkeiten vor. In diesem Fall beruft sich die Kieler Staatsanwaltschaft auf den Wohn- und Ergreifungsort - also Strande.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 12.03.2018 | 16:00 Uhr

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