Tatort: Dreharbeiten zu "Der stille Gast" in Kiel

Stand: 25.10.2020 14:12 Uhr

Es ist der dritte Teil einer Erfolgsgeschichte: In der Landeshauptstadt spielt Klaus Borowski wieder Katz und Maus mit einem altbekannten unheimlichen Mörder. Ilker Çatak führt erstmals Regie.

22 Drehtage sind für den neuen Tatort "Der stille Gast" vorgesehen, davon acht in Kiel. Ilker Çatak hat zum ersten Mal als Regisseur das Sagen, bisher hat er Kinofilme inszeniert. Für den Film "Es gilt das gesprochene Wort" bekam er den deutschen Filmpreis. Nun also Fernsehen - und dann gleich Tatort: "Das ist in erster Linie eine Bürde", sagt Çatak etwas nachdenklich. "Man hat natürlich eine sehr hohe Messlatte, an der man sich misst. Und deswegen ist es schon ein Anspruch, den man erfüllen muss." Axel Milberg alias Borowski findet es spannend, mit neuen Regisseuren zusammenzuarbeiten. "Es ist interessant, wie der sich dieser Sache annimmt, mehr psychologisch oder auf die Effekte oder Bildsprache bezogen." Abwechslung sei reizvoll, so Milberg.

Lars Eidinger spielt wieder den Bösewicht

Neben Axel Milberg ist im dritten Teil auch wieder Lars Eidinger dabei. Er verkörpert erneut den Bösewicht Kai Korthals, einen der wohl unheimlichsten Mörder der Tatort-Geschichte. Kai Korthals ist in lebenslanger Haft in einer forensischen Psychiatrie untergebracht. Als eines Abends während einer Theateraufführung der Insassen ein Tumult ausbricht, rettet Kai die Gefängnispsychologin (Dagmar Leesch) vor einer Vergewaltigung und tötet dabei zwei der Angreifer. Unerkannt gelingt ihm danach die Flucht. Sein Verschwinden ruft Borowski und Mila Sahin auf den Plan. Korthals hat in der Klinik zahlreiche Briefe von Verehrerinnen bekommen, so auch von der Telefonseelsorgerin Teresa (Sabine Timoteo). Sahin und Borowski vermuten, dass die Frauen in höchster Gefahr sind. Es beginnt eine gefährliche Jagd, an der sich Borowski zunächst nicht beteiligen will. Er hat nicht vergessen, was Korthals ihm und seiner Verlobten Frieda Jung in der Vergangenheit angetan hat.

Borowski und die Nähe zum Bösen

Neue Wege begehen - das hat sich Çatak vorgenommen. "Wir haben probiert, daraus eine Liebesgeschichte zu machen." Die Nähe des Ermittlers zum Bösen soll rüberkommen, die Psychologie spielt also im neuen Teil eine große Rolle. 2021 wird der dritte Teil um den "Stillen Gast" dann voraussichtlich im Fernsehen ausgestrahlt.

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 25.10.2020 | 19:30 Uhr

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