Stand: 15.07.2020 09:51 Uhr

Sylter Bürgerinitiative will keine neuen Touristenbetten

Eine neue Bürgerinitiative auf Sylt fordert ein Umdenken in Sachen Tourismus. Nachdem Sylt zu Beginn der Corona-Pandemie abgeriegelt war, wollen viele Sylter nun nicht mehr zurück zu einer übervollen Insel. Die Initiatorin Birte Wieda sagte NDR Schleswig-Holstein, dass die Initiative auch über Bürgerbegehren nachdenkt: "Da haben wir eine große Chance, uns Gehör zu verschaffen. Es geht auch darum, vielleicht ein insulares Planungsgremium zu fordern."

Touristische Bauprojekte sollen verhindert werden

Dass die Insel vom Tourismus lebt, ist auch der Bürgerinitiative klar - doch die derzeit rund 50 Aktiven wollen zumindest keine zusätzlichen Gästebetten mehr. Um das zu erreichen, suchen sie künftig auch den Dialog mit der Politik, wollen sich für mehr direkte Demokratie einsetzen. Die Initiative wünscht sich außerdem, dass die Bürger die Zukunft der Insel wieder selbst gestalten. Das bedeute auch, zumindest zu versuchen, neue touristische Bauprojekte zu verhindern, heißt es. Zuletzt gelang das in den 1970er Jahren: Damals verhinderte eine inzwischen verstorbene Naturschützerin den geplanten Bau eines Appartementblocks mit mehr als 3.000 Betten in Westerland.

Am Mittwoch trafen sich Mitglieder der Bürgerinitiative, um über weitere Schritte zu beraten und sich über gemeindespezifische Sorgen auszutauschen.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 15.07.2020 | 10:00 Uhr

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