Stand: 17.04.2019 14:41 Uhr

Suche nach Vermisstem vor Glücksburg eingestellt

Nach dem Unfall mit einem Ruderboot auf der Ostsee bei Glücksburg (Kreis Schleswig-Flensburg) ist die Suche nach einem Vermissten am Mittwochmittag eingestellt worden. Ersthelfer und Rettungskräfte konnten am Dienstagabend zunächst einen 56 Jahre alten Mann und eine 50 Jahre alte Frau retten. An Land musste der Mann zunächst reanimiert werden und wurde dann wie die Frau mit Unterkühlungen in ein Krankenhaus gebracht. Der Mann starb nach Angaben der Rettungsleitstelle Nord am Mittwochmorgen.

Polizei: "Keine Anhaltspunkte"

Von dem dritten Mann, der an Bord war, einem 53-Jährigen, fehlt seit dem Abend jede Spur. Ein dritter wird immer noch vermisst. "Wir haben keine Anhaltspunkte", sagte Christian Kartheus von der Polizeidirektion Flensburg.

Farbmarkierungen zeigen Strömung an

Drei Boote von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) waren laut Einsatzleiter Jens Losigkeit auf der Förde. Eines ist mit einem Sonar ausgestattet - kann also auch Menschen unter Wasser entdecken. Am Mittwoch konzentrierte sich die Suche auf die dänische Seite der Förde. Denn die Strömung verlief offenbar in diese Richtung. Das hatten laut Losigkeit sogenannte Marker ergeben, die das Wasser grünlich färbten. Doch die Suche brachte kein Ergebnis.

20-jähriger Segler rettet Frau

Die Suche nach dem vermissten Mann ging am Mittwoch weiter - jedoch ohne Erfolg. Am Mittag wurde die Suchaktion beendet.

Warum das Ruderboot nahe dem Glücksburger Ortsteil Schausende kenterte, ist noch immer unklar. Kriminalpolizei und Wasserschutzpolizei ermitteln. Es war ein 20-jähriger Segler, der als Ersthelfer vor Ort war. Er hatte Hilferufe gehört und den Notruf abgesetzt. Eine Frau konnte er aus dem Wasser ziehen, ein 56-jähriger musste von Helfern der Feuerwehr geborgen werden.

15 Boote, Hubschrauber und Flugzeug im Einsatz

Mit etwa 15 Booten und 50 Helfern waren Feuerwehr, Wasserschutzpolizei, DGzRS und THW bereits am Dienstagabend auf dem Wasser unterwegs. Auch Schiffe eines Jachtclubs und ein Taucherteam der Berufsfeuerwehr beteiligten sich an der Suche nach dem dritten Schiffbrüchigen, der Rettungshubschrauber Christoph Europa 5 aus Niebüll, später half auch noch ein Aufklärungsflugzeug der Marine bei der Suche.

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Die Retter am Unfallort

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Feuerwehr und Notärzte sind immer in Bereitschaft, falls irgendwo im Norden ein Unfall passiert. Wie gehen die Retter vor? Alle Infos in der Bildergalerie. Bildergalerie

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 17.04.2019 | 13:00 Uhr

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