Ein Polizist blickt auf ein Gewässer, das von Bäumen eingerahmt ist. © NDR Foto: Cassandra Arden

Suche nach Handy von getöteter Prostituierten erfolglos

Stand: 14.10.2020 15:43 Uhr

Die Suche nach dem Handy der getöteten Prostituierten in Rendsburg blieb ohne Erfolg. Die Taucher konnten nichts finden. Die Kripo hofft auf Hinweise zum Täter.

Im Fall der getöteten Prostituierten in Rendsburg hat die Polizei eine erneute Suchaktion nach dem Handy der Frau durchgeführt. Taucher durchsuchten ein Gewässer in direkter Nähe zum Tatort. Denn es sei nicht auszuschließen, dass der Täter es dort entsorgt hat, so die Polizei. Doch das Ergebnis der Suche war weniger erfolgreich als gedacht. Die Taucher fanden einen Tresor und ein paar Kleinigkeiten, die jetzt darauf untersucht werden sollen, ob sie eventuell im Zusammenhang mit der getöteten Frau stehen.

Bereits vergangene Woche hatten Beamte den Altstädter Friedhof in der Nähe der Wohnung der 40-Jährigen unter anderem nach dem roten Samsung-Smartphone durchsucht - ebenfalls ohne Erfolg.

Taucher tasteten Grund meterweise ab

Eine solche Tauchaktion ist laut Polizei nicht einfach. Das Gewässer - eine Art Regenauffangbecken - ist sehr schlammig. Dabei sei dann auch die auffällige Farbe des Mobiltelefons nicht hilfreich. Deswegen mussten die Taucher Meter für Meter abtasten. Der Einsatz eines Metalldetektors kam nicht Infrage, weil er bei jedem Kronkorken Alarm schlagen würde - und das sei nicht hilfreich, erläuterte ein Sprecher.

Handy erlaubt möglicherweise Rückschlüsse auf Tathergang

Das Handy ist so wichtig, weil die Ermittler sich Rückschlüsse auf den Täter oder den Tathergang erhoffen. Wenn sie es finden, wäre möglicherweise nachvollziehbar, wann es zuletzt benutzt wurde. Das könnte wiederum Rückschlüsse auf den genauen Todeszeitpunkt des Opfers zulassen. Auch Kontakte, die das Opfer zuletzt hatte, könnten hilfreich sein.

Noch keine heiße Spur

Bisher hat die Polizei keine heiße Spur. Die Ermittler hoffen, das Handy zu finden, um damit vielleicht wichtige Hinweise auf den Täter zu bekommen. Allerdings sei es auch möglich, dass ein völlig Unbeteiligter das Smartphone gefunden habe, so ein Sprecher. Deswegen ist nach wie vor eine Belohnung von 3.000 Euro für Hinweise, die zum Täter führen, aber auch für die Beschaffung des Handys, ausgesetzt. Außerdem sucht die Polizei nach wie vor alle Personen, die am Wochenende vom 25. bis 27. September - persönlich oder digital - Kontakt zu der Frau hatten.

Kripo nimmt Hinweise entgegen

Die Leiche der 40-Jährigen war vor rund zwei Wochen gefunden worden. Laut Rechtsmedizin wurde die Frau getötet. Sie arbeitete in ihrer Wohnung als Prostituierte und war häufig in Begleitung ihres Chihuahuas zu sehen. Nach Angaben des Kieler Oberstaatsanwalts Axel Bieler ist offen, ob ein Kunde der Frau als Täter in Frage kommt. Hinweise nimmt die Kieler Kriminalpolizei unter (0431) 160 33 33 entgegen.

Weitere Informationen
Ein Polizeibeamter sucht mithilfe eines Detektors nach Beweismitteln auf einem Friedhof in Rendsburg. © NDR Foto: Sven Brosda

Tote Prostituierte in Rendsburg: Polizei sucht Handy

Die Ermittler erhoffen sich Hinweise auf den Täter. Die Frau war tot in ihrer Wohnung gefunden worden. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 14.10.2020 | 15:00 Uhr

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