Stand: 09.01.2019 20:02 Uhr

Sturmflut an der Ostsee sorgt vereinzelt für Schäden

Die durch das Tief "Benjamin" ausgelöste Sturmflut hat die schleswig-holsteinische Ostseeküste weniger schwer getroffen als zunächst befürchtet. Die Pegelstände lagen am Mittwoch bis zu 1,20 Meter über dem mittleren Hochwasser. Das war besonders in der Lübeck Altstadt im Bereich der Obertrave deutlich zu merken. Viele Anwohner hatten ihre Haustüren mit Schotten gegen das Wasser gesichert. Andere legten Sandsäcke vor die Türen. Am Nachmittag ging das Wasser zurück.

Vermutlich neue Schäden in Heiligenhafen

Für die Strandgemeinden direkt an der Ostseeküste sorgte das zweite Hochwasser des Jahres dagegen für neue Probleme. Beispielsweise in Heiligenhafen (Kreis Ostholstein). Der Sturm in der vergangenen Woche hatte bereits einen Schaden von rund einer Million Euro angerichtet, schätzte Bürgermeister Heiko Müller (parteilos). Er geht davon aus, dass das jetzige Hochwasser erneut viel Strandsand weggespült hat. Die genaue Schadenslage könne er allerdings erst am Donnerstag begutachten, wenn das Wasser abgelaufen ist.

Strände in Laboe und Strande müssen leiden

Auch in Strande bei Kiel gibt es weitere Sturmschäden. Laut Bürgermeister Holger Klink (CDU) ist die Küste dort erneut mit mächtiger Wucht getroffen worden. Besonders ärgerlich war der Zeitpunkt, weil an der sensibelsten Stelle gerade die Schäden der vergangenen Sturmflut behoben worden waren. Dort muss nun deutlich mehr repariert werden als zuvor gedacht. Obwohl der Wasserstand diesmal 40 bis 60 Zentimeter niedriger war als bei der vergangenen Sturmflut, habe es wieder Abbrüche an der Steilküste gegeben, so Klink.

In Laboe (Kreis Plön) ist der Strand zwischen Hallenbad und dem Marine-Ehrenmal besonders schwer getroffen worden. Der Hafenmeister geht davon aus, dass vom Strand nicht viel übrig sein dürfte, wenn sich das Wasser komplett zurückgezogen hat.

"Benjamin" sorgt für große Wassermassen

 

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 09.01.2019 | 17:00 Uhr

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