Steinadler-Nachwuchs im Erlebniswald Trappenkamp

Stand: 14.05.2021 20:44 Uhr

Sie sind in Deutschland extrem selten geworden: Steinadler. Nur noch 50 Brutpaare leben im Alpenraum. Aber jetzt gibt es zum ersten Mal im Erlebniswald Trappenkamp in Daldorf (Kreis Segeberg) Steinadler-Nachwuchs.

Falkner Dietmar Damm wachte die ganze Nacht am Brutkasten, als die Küken vor etwa einer Woche schlüpften. Bis zu 48 Stunden kann es dauern, bis die Küken aus dem Ei sind. "Das ist natürlich eine Phase, wo man dann nervös wird. Das Küken muss es alleine schaffen", sagt Damm. Und das haben sie. Die zwei Küken sind das erste Gelege des jungen Steinadlerpaares im Erlebniswald.

Im Brutkasten getrennt

Die erste Woche füttert der Falkner die jungen Steinadler per Hand. Zu groß sei die Gefahr, dass das unerfahrene Steinadlerpaar die Küken nicht richtig umsorgt, erklärt er. Deswegen musste der Nachwuchs aus dem Nest. Und auch untereinander seien die Küken eine Gefahr füreinander. Denn bei zwei Eiern im Nest wäre die Wahrscheinlichkeit groß, dass das erste Küken das zweite tötet. Im Brustkasten sind die beiden deshalb getrennt.

Adleramme soll Küken aufziehen

Doch heute soll es wieder zurück ins Nest gehen. Allerdings nicht zurück zu den Eltern, denn die brüten bereits ein neues Ei aus. Eine Amme soll die Küken aufziehen. Dietmar Damm wechselte zur Vorbereitung letzte Woche schon ein unbefruchtetes Ei gegen einen kleinen Falken, den die Adleramme akzeptierte. Jetzt soll der Falke gegen das Steinadlerküken getauscht werden. Doch das will dieses Mal nicht richtig gelingen. "Normalerweise ist es egal, was für ein Küken drin sitzt. Wenn die den Schnabel aufmachen, werden die gefüttert", sagt Damm. Doch die Adleramme ist zu aufgebracht. Der Falkner muss den Versuch abbrechen, wird es aber noch mal versuchen. Bis dahin können sich die kleinen Küken aber von ihrem ersten Ausflug erst mal erholen.

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 14.05.2021 | 19:30 Uhr

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