Stand: 07.08.2020 17:43 Uhr  - NDR 1 Welle Nord

Sommerwetter: Volle Strände in der Lübecker Bucht

Ein Badestrand mit vielen Besuchern.  Foto: Johannes Kaths
Am Freitag waren bereits alle Strände an der Lübecker Bucht kurz vor der Belastungsgrenze.

Das Sommerwetter mit Temperaturen um die 30 Grad hat am Freitag zahlreiche Menschen zum Baden eingeladen - und an die Küsten gelockt. Die Strände in der Lübecker Bucht waren bereits am Mittag voll. Scharbeutz meldete bereits seit 11 Uhr die ersten gesperrten Strandabschnitte über die Ampel auf der Internetseite strandticker.de. Dennoch stellten etliche Tagesgäste ihren Wagen ins Halteverbot. Sie wurden prompt aufgeschrieben. Einige Strandkorbvermieter machten ihren Zugang mit Absperrband dicht, weil sonst die Corona-Sicherheitsabstände nicht hätten eingehalten werden können.

Kaum noch Plätze

Die Gemeinde Timmendorfer Strand sperrte ebenfalls schnell zwei Abschnitte - aber auch die anderen Badeorte standen kurz vor ihrer Belastungsgrenze. Von Niendorf bis Rettin standen alle Ampeln auf gelb beziehungsweise auf rot. Das bedeutet, dass dort nur noch wenig Platz für neue Gäste ist. Mithilfe der Internetseite wollen die Orte an der Lübecker Bucht die Strandbesucher zu weniger frequentierten Bereichen umleiten, damit die wegen der Corona-Pandemie geltenden Abstandsregeln am Strand eingehalten werden können.

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Badeorte bereiten sich vor

Die Badeorte hatten sich bereits seit Donnerstag auf das heiße Sommerwetter eingestellt. Timmendorfer Strand stellte mehr Sicherheitskräfte ein, um die geltenden Corona-Abstandsregeln kontrollieren zu können. Timmendorf appellierte an Tagesgäste, gar nicht erst einzureisen. Das Ostseebad Travemünde will dagegen auf die Besucherlenkung verzichten. "Bei uns ist der Flaschenhals nicht der Strand, sondern der begrenzte Parkraum", sagte Kurdirektor Uwe Kirchhoff. Darüber regele sich die Zahl der Strandbesucher von allein.

VIDEO: Urlaubsorte an den Küsten voll - Die Gäste sind gelassen (1 Min)

In SPO und Büsum genügend Platz am Strand

An der Nordseeküste in Schleswig-Holstein gibt es bislang keine Strandampel. In St. Peter-Ording bietet der rund zwölf Kilometer lange Sandstrand genügend Platz für alle Gäste, wie eine Sprecherin der Tourismuszentrale sagte. In Büsum "zeigt die Erfahrung, dass wir an Deich und Strand genug Platz haben", sagte Olaf Raffel vom Büsum Marketing Tourismus.

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Doch nicht nur die Zielorte waren voll, auch die Wege dorthin. So mussten Autofahrer am Freitagnachmittag an der Elbfähre Glückstadt-Wischhafen Wartezeiten von bis zu zwei Stunden einplanen.

Vielerorts Maskenpflicht

Einige Ferienorte haben jedoch zusätzliche Bestimmungen erlassen, damit Sicherheitsabstände gewährleistet werden können. So gilt in Teilen der Fußgängerzone von Büsum seit Ende Juli eine Maskenpflicht, der Verzehr von Eis oder Fischbrötchen ist verboten. Auf der Hochseeinsel Helgoland gilt ebenfalls in einigen Straßenzügen zwischen 11 Uhr und 16.30 Uhr Maskenpflicht. Und in St. Peter-Ording werden Menschen gebeten, in der Straße "Am Kurbad" eine Maske zu tragen. Auf Sylt sollten die Menschen bei hohem Besucheraufkommen in der Fußgängerzone von Westerland ebenfalls eine Maske tragen.

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte dazu aufgerufen, nicht nur an Nord- und Ostsee zu fahren, sondern auch das Binnenland als Ausflugsziel zu nutzen.

Es wird ein Stau-Wochenende

In Berlin, Brandenburg und Schleswig-Holstein enden die Ferien am Wochenende. Vor allem auf den "Heimreisespuren" sei deshalb mit einer Zunahme des Verkehrs zu rechnen, warnten die Verkehrsexperten des Automobilclubs ADAC. Größere Staugefahr herrscht demnach auf den Autobahnen und Fernstraßen von und zur Nord- beziehungsweise Ostsee sowie im Großraum Hamburg. Denn die Ferien-Rückkehrer müssen sich die Straßen mit den Tagesausflüglern teilen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 07.08.2020 | 20:00 Uhr

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