Stand: 21.10.2015 19:27 Uhr  - NDR 1 Welle Nord

So funktioniert ein Deich

Der Druck auf die Deiche nimmt während eines Hochwassers immer weiter zu. Die Deiche an den Flüssen unterscheiden sich in ihrem Aufbau deutlich von den Schutzbauten entlang der Küsten von Nord- und Ostsee. Während an den Meeren bei Sturmfluten vor allem Wind und Wellen den Dämmen zusetzen, steht bei einem Hochwasser im Binnenland in erster Linie der Wasserdruck im Fokus. Dort wird das lange stehende Wasser an den Deichen schnell zum Problem. Sie dürfen sich nicht voll Wasser saugen.

Schichtmodell

Moderne Deiche an Flüssen sind bis zu 40 Meter breit. Ihr Kern besteht in der Regel aus einer ton- oder mergelsteinhaltigen Schicht. Früher wurde dagegen meist sandige Erde verbaut. Dadurch weichen alte Anlagen schneller auf. Der Ton verhindert bei neuen Deichen, dass diese vom Wasser durchströmt werden. Über dem Kern befindet sich bei den meisten Anlagen eine Schicht aus Mutterboden auf der Gras wächst. Auf der Innenseite verfügt ein Deich zudem über einen Entwässerungsgraben, durch den Sickerwasser aus dem Inneren des Deichs ablaufen kann.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 04.10.2019 | 14:00 Uhr

So funktioniert ein Deich

Bei Deichen im Binnenland ist vor allem der langanhaltende Wasserdruck ein Problem. Ein Ton- oder mergelsteinartiger Kern soll eine Durchwässerung verhindern. mehr

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