Stand: 11.04.2016 17:18 Uhr

Schwebefähre: Schäden schwerer als bekannt

Die gute Nachricht ist, dass die Rendsburger Schwebefähre auch künftig über den Nord-Ostsee-Kanal verkehren wird. Das hat das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) am Montag in Rendsburg bekannt gegeben. Die schlechte Nachricht ist dagegen, dass die Schäden an der historischen Schwebefähre schlimmer sind als bislang vermutet. Niete sind herausgerissen und selbst dicke Stahlträger krumm. Teile der Fähre müssen komplett erneuert werden. Die Verantwortlichen überlegen nun, eine ursprünglich erst für 2019 geplante Grund-Instandsetzung vorzuziehen. Einen genauen Zeitplan für die Reparatur gibt es noch nicht, aber die Instandsetzung dürfte nicht bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Für Großveranstaltungen oder den Fall, dass auch der Fußgängertunnel gesperrt werden muss, plant das WSA einen Fähr-Ersatzverkehr über den Nord-Ostsee-Kanal. Dafür soll ein neuer Anleger entstehen.

Gilgenast froh über Entscheidung für eine Schwebefähre

Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast (SPD) sprach am Montag von "Licht und Schatten". Nun gelte es, zwischen Reparatur und Neubau abzuwägen. Als positiv bewertete er die Aussage des Verkehrsministeriums, an der Schwebefähre festhalten zu wollen. "Rendsburg wird also auch künftig wieder eine Schwebefähre haben - das ist auch die gute Botschaft", sagte Gilgenast.

Fähre schwebt nicht mehr

Mitte März hatten Spezialisten die letzten Elemente der historischen Schwebefähre von der Eisenbahnhochbrücke abmontiert. Zwei 180-Tonnen-Kräne ließen den sogenannten Oberwagen herab. An diesem war der Fährkörper befestigt, den Arbeiter bereits in der vergangenen Woche abgebaut hatten. Die Schwebefähre gilt als Wahrzeichen der Region. Sie steht unter Denkmalschutz. Anfang Januar war die Fähre auf dem Nord-Ostsee-Kanal mit einem Frachter kollidiert. Der Fährführer wurde damals schwer verletzt.

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 11.04.2016 | 19:30 Uhr

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