Der Angeklagte (r.) nimmt neben seinem Verteidiger Jan Gärtner (M.) im Gerichtssaal Platz. © picture alliance/dpa Foto: Frank Molter

Schuby: Ehefrau tot - Mann muss acht Jahre ins Gefängnis

Stand: 17.09.2021 16:58 Uhr

Die Richter am Landgericht Flensburg sahen es als erwiesen an, dass der 47-Jährige seine 41-jährige Ehefrau im vergangenen November getötet hat. Laut Anklage legte er anschließend ein Feuer im gemeinsamen Haus in Schuby gelegt, um die Tat zu vertuschen.

Die Richter verurteilten den Mann aus Schuby (Kreis Schleswig-Flensburg) wegen Vergewaltigung, versuchter schwerer Brandstiftung und Totschlag zu acht Jahren Haft. Die Verteidigung hatte drei Jahre und neun Monate Haft gefordert, die Staatsanwaltschaft dagegen auf eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes plädiert. Doch im Prozess konnte dem 47 Jahre alten Angeklagten der Mord nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden, heißt es in der Urteilsbegründung.

Feuer zur Vertuschung

Der 47-Jährige Mann aus Schuby soll seine sechs Jahre jüngere Ehefrau im November 2020 im Schlafzimmer mit einem Messer angegriffen, gefesselt, geknebelt und vergewaltigt haben. Dabei habe er billigend in Kauf genommen, dass die Frau verblutet, so die Staatsanwaltschaft. Anschließend habe der Mann ein Feuer in dem gemeinsam bewohnten Haus gelegt, um die Tat zu verdecken und selbst zu sterben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 17.09.2021 | 17:00 Uhr

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