EIn auf dem Dach liegendes Fahrzeug wird von der Feuerwehr geborgen. © Westküsten-News Foto: Florian Sprenger

Schnee, glatte Straßen und Unfälle in Schleswig-Holstein

Stand: 04.02.2021 19:51 Uhr

Mehr als 50 Glätteunfälle hat die Polizei im Norden von Schleswig-Holstein inzwischen seit Beginn der Schneefälle registriert. Auch in anderen Teilen des Landes ist es zum Teil sehr glatt.

Im Norden von Schleswig-Holstein haben sich nach Angaben der Polizei vor allem am Mittwoch viele Unfälle ereignet - erst am Abend und in der Nacht wurde es ruhiger. Am Donnerstagmorgen zählte die Polizei erst eine Handvoll Unfälle im Bereich Flensburg. Menschen wurden dabei lediglich leicht verletzt.

Albersdorf: Winterdienst-Fahrzeug verunglückt

In Albersdorf im Kreis Dithmarschen rutschte ein Fahrzeug eines privaten Winterdienstes am frühen Morgen in den Graben, landete auf dem Dach und musste geborgen werden. Die beiden Insassen, ein Mann und eine Frau, wurden laut Polizei leicht verletzt. Auf Fehmarn (Kreis Ostholstein) wurde ein 41 Jahre alter Autofahrer aus Kiel in der Nacht schwer verletzt. Er verlor den Angaben zufolge auf einer glatten Landstraße in einer langgezogenen Kurve die Kontrolle über seinen Lieferwagen und prallte gegen einen Baum.

Mehr Unfälle im Laufe des Tages befürchtet

"Es war nicht so schlimm wie befürchtet", sagte eine Polizeisprecherin der Leitstelle Süd am Morgen. Acht Glätteunfälle gab es in den Bereichen Storman, Lauenburg und Lübeck. In einem Fall sei eine Person leicht verletzt worden. Im Kreis Segeberg krachte es am Morgen drei Mal. Die Leitstellen rechneten allerdings damit, dass sich die Verkehrssituation im Laufe des Tages verschlimmern könnte, da laut Wetterdienst der Schnee in Regen übergehen sollte.

Geplante A7-Vollsperrung wegen Winterwetters abgesagt

Wegen des Winterwetters ist die geplante Vollsperrung der A7 in Hamburg an diesem Wochenende abgesagt worden. "Das Risiko, dass die A7 am Montag in einem nicht verkehrssicheren Zustand dem Verkehr zur Verfügung steht, ist aufgrund der widrigen Witterungsverhältnisse zu groß", teilte die Autobahn GmbH Nord am Donnerstag mit. Sofern das Wetter dann besser ist, soll die Vollsperrung nach dpa-Informationen vom 26. Februar an bis zum 1. März nachgeholt werden. Die A7 hätte an diesem Freitagabend bis Montagmorgen zwischen Hamburg-Volkspark und -Eidelstedt gesperrt werden sollen. Geplant war die Einrichtung der endgültigen Verkehrsführung durch die beiden knapp 900 Meter langen Tunnelröhren. Gerade Markierungsarbeiten seien bei Schneefall und Frost aber nicht möglich, sagte eine Sprecherin der Autobahn GmbH.

Stundenlange Probleme auf der A7

Am Mittwoch hatte sich die Straßenlage vor allem auf der Autobahn 7 zugespitzt. Ein Lastwagen hatte sich am Mittag zwischen Schuby und Jagel quergestellt. Diesel lief aus. Die Autofahrer, die sich hinter dem Unfall auf der Straße befanden, konnten erst nach fünf Stunden vorbeigeleitet werden.

Ein weiterer Stau bildete sich an der Anschlussstelle, wo der Verkehr dann abgeleitet wurde. Von dessen Ende wurde ein Lkw-Fahrer überrascht, der in den Randstreifen fuhr. Zwei weitere Lkw direkt dahinter hatten einen Auffahrunfall. Auch hier dauerte es drei Stunden, bis diese Unfallstelle wieder frei war.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 04.02.2021 | 07:00 Uhr

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