Stand: 16.05.2018 11:28 Uhr

Schleswig-Holsteiner klagen wegen Diesel-Skandals

Was tun, wenn das eigene Auto eine sogenannte Schummelsoftware hat, um die Abgaswerte zu manipulieren? Viele VW-Kunden müssen deshalb mit ihrem Diesel in die Werkstatt, um die Software oder Bauteile nachzurüsten. Andere wählen den Weg vor Gericht. Nach Recherchen des NDR Schleswig-Holstein haben bei uns im Land Hunderte betroffene Kunden gegen Volkswagen geklagt.

Mehr als 200 neue Verfahren

Eine genaue Statistik gibt es nicht. Die Landgerichte zählten aber allein im vergangenen Jahr mehr als 200 neue Verfahren gegen den VW-Konzern oder einzelne Händler - die meisten wegen der Abgas-Manipulation. Nach Angaben der Gerichte laufen viele Verfahren noch, nur einige wenige endeten bereits - mit einem Urteil, einem Vergleich oder einer außergerichtlichen Einigung.

Ein richtungsweisendes Urteil gibt es noch nicht

Bei den Urteilen ergibt sich nach Angaben des Landgerichts in Itzehoe kein einheitliches Bild. Die Richter hätten einige Klagen abgewiesen, in anderen Fällen aber einen Schadenersatz oder den Austausch des Pkw angeordnet.

Das Oberlandesgericht in Schleswig beschäftigt sich mit diversen Berufungsverfahren. Ein richtungsweisendes Urteil gibt es nach Angaben einer Sprecherin aber nicht. Genau das oder ein Musterverfahren würde nach Ansicht von Richtern aber helfen, um die vielen - sehr ähnlichen Verfahren - abzukürzen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 16.05.2018 | 08:00 Uhr

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