Stand: 23.09.2020 11:22 Uhr

Landtag: Mehr Geld für Sport soll her

Das Parlament im Schleswig-Holsteinischen Landtag © Landtag SH
Da sind sich die Regierungsfraktionen mit der Opposition einig: Die Rahmenbedingungen für den Breiten-und Leistungssport in Schleswig-Holstein sollen verbessert werden.

Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) will Schleswig-Holstein zum Sportland machen. "Wir sind das erste Flächenland in Deutschland, das eine derartig umfangreiche Bestandsaufnahme in Angriff genommen hat", sagte die Ministerin, "darauf können wir stolz sein." Ein gemeinsamer Antrag der Regierungsfraktionen von CDU, Grünen und FDP sowie von SPD und SSW sieht vor, die notwendigen Landesmittel bereitzustellen, um 25 Millionen Euro des Bundes bis 2024 für die Sportstätten im Land abrufen zu können. Darüber hat der Landtag am Mittwoch beraten.

Sportangebote im Land sollen ausgebaut werden

Im Plenum wurde der Sportentwicklungsplan vorgestellt, in dem 118 Handlungsempfehlungen angeführt sind - unter anderem mit folgenden Vorschlägen:

  • der Schwimmunterricht soll verbessert werden
  • in allen Klassenstufen wird eine dritte Sportstunde eingeführt
  • eine multifunktionale Veranstaltungshalle soll an einem zentralen Ort entstehen, die für mindestens 15.000 Zuschauer Platz hat
  • Handball soll neben Rudern, Segeln und Beachvolleyball als zusätzliche Schwerpunktsportart anerkannt werden und damit mehr Fördermittel bekommen
  • die Landesverbände der einzelnen Sportarten sollen mehr Geld bekommen, um Profi-Trainer einzustellen und so Leistungssport-Talente besser fördern zu können

Alle Fraktionen waren sich einig: Sport habe eine Bedeutung für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Verantwortungsbewusstsein, Teamgeist, Persönlichkeitsbildung und Gesundheit. Darüber hinaus fördere die Integration von Flüchtlingen und ermögliche Menschen mit Behinderung gesellschaftliche Teilhabe.

Mittel aus Corona-Nothilfe

Das Land muss sich mit 15 Prozent und die Kommunen müssen sich mit zehn Prozent an den Kosten beteiligen. Die entsprechenden Mittel sollen aus dem Corona-Nothilfeprogramm kommen. Es geht um eine Rücklage in Höhe von 4,3 Millionen Euro. Seit 2015 sind laut Sütterlin-Waack in Schleswig-Holstein mehr als 40 Millionen Euro in die Sanierung der kommunalen Sportstätten geflossen. Das "Sportland Schleswig-Holstein" wurde als Zukunftsplan bereits im Koalitionsvertrag festgehalten.

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