Stand: 18.03.2020 19:49 Uhr

Schleswig-Holstein aktuell: Nachrichten im Überblick

Krankenschwester der Regio Kliniken ist mit Coronavirus infiziert

In Wedel (Kreis Pinneberg) hat sich eine Krankenschwester der Regio Kliniken mit den Coronavirus angesteckt. Die infizierte Krankenschwester hatte in den vergangenen Tagen in insgesamt drei Schichten in der Geriatrie der Wedeler Klinik gearbeitet. Sie habe von der Infektion nichts gewusst, teilte die Sprecherin der Regio Kliniken mit. Nach ihren Worten hatte die infizierte Schwester Kontakt zu 25 Kollegen und zehn Patienten. Bei allen sei inzwischen ein Abstrichtest gemacht worden. Erste Ergebnisse liegen schon vor und sind laut Klinik negativ gewesen. Die betroffenen Mitarbeiter befinden sich in Quarantäne, die Patienten sind isoliert auf einer Station untergebracht. Die Geriatrie ist vorerst geschlossen. Wo sich die Krankenschwester angesteckt hat, ist unklar. | Sendedatum NDR Schleswig-Holstein 18.03.2020 20:00

Notbetreuung in Schulen bis zum Ende der Osterferien

Das Bildungsministerium hat am Mittwoch (18.03.) neue Regeln für die Notfallbetreuung von Schülern bis zur sechsten Klasse bekanntgegeben. Betroffen sind rund 750 Kinder von Eltern, die in bestimmten wichtigen Berufsgruppen arbeiten. Nach Beschluss des Kabinetts wird die Notbetreuung über die kommenden Wochen aufrechterhalten - und das auch während der Osterferien in der unterrichtsfreien Zeit. Für Kinder im Kita-Alter solcher Eltern gilt eine entsprechende Regelung bis Freitag. Hier soll am Donnerstag der Nachfolge-Erlass vorgestellt werden. | Sendedatum NDR Schleswig-Holstein 18.03.2020 19:30

Geiselnehmer zu neun Jahren Haft verurteilt

Das Landgericht Lübeck hat am Mittwochnachmittag einen Geiselnehmer zu neun Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Der Angeklagte hatte im Prozess zugegeben, als Sträfling in der JVA Lübeck im Juni 2019 eine Psychologin in seine Gewalt gebracht und mit einem Küchenmesser bedroht zu haben. Der 37-Jährige wollte damit nach eigenen Angaben erreichen, in sein Heimatland Rumänien abgeschoben zu werden. Die Richter betonten, sein Geständnis habe sich strafmildernd ausgewirkt. Die Verteidigung hatte maximal fünf Jahre Haft als Strafe gefordert. Ob die Verteidigung gegen das Urteil Revision einlegt, ist noch unklar. | Sendedatum NDR Schleswig-Holstein 18.03.2020 17:00

FSG stellt Produktion ein

Die Flensburger Schiffbaugesellschaft (FSG) stellt vorübergehend die Produktion ein. Das gab die Werft am Mittwochnachmittag bekannt. Ab Donnerstag soll die Arbeit an den Schiffen unterbrochen werden. Die FSG begründete die Entscheidung mit der Ausbreitung des Coronavirus. Die Werft folge damit Empfehlungen der deutschen Regierung um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, heißt es in einer Mitteilung. Es wurden bereits Anträge auf Erweiterung der bestehenden Kurzarbeit gestellt. Bislang befanden sich bereits knapp die Hälfte der Werft-Mitarbeiter in Kurzarbeit. | Sendedatum NDR Schleswig-Holstein 18.03.2020 17:00

Nach Abriegelung: Touristen wollen Sylter werden

Alle Touristen auf Sylt mussten am Mittwochmorgen die Heimreise antreten. Einige Urlauber zeigten durchaus Verständnis für die Entscheidung der Landesregierung, Sylt zur Sperrzone zu erklären. Andere versuchen, den Tourismus-Stopp zu umgehen. "Bei uns rufen derzeit immer mehr Menschen an und erkundigen sich, wie schnell sie einen Erstwohnsitz auf der Insel anmelden können", sagte Bürgermeister Nikolas Häckel (parteilos). Die Inselklinik ist auf eine Anzahl von rund 18.000 Einheimischen ausgelegt, aber nicht auf eine große Anzahl von Urlaubern. Es gibt bislang lediglich fünf Intensivbetten. | Sendedatum NDR Schleswig-Holstein 18.03.2020 12:00

Landtag dankt "Heldinnen und Helden unserer Zeit"

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat in der Regierungserklärung heute "den Heldinnen und Helden unserer Zeit" gedankt: Ärzte, Pfleger, Tagesmütter, Kassierer, Polizei und viele weitere listete er auf. Zuvor hatte Günther die Schleswig-Holsteiner um Verständnis für die notwendigen drastischen Maßnahmen gebeten. Er appellierte an die Bürger, diese auch zu befolgen - insbesondere die sozialen Kontakte zu reduzieren. In der Landtagssitzung wurde im Anschluss einstimmig ein Nothilfeprogramm über 500 Millionen Euro beschlossen. Das soll die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abmildern. | Sendedatum NDR Schleswig-Holstein 18.03.2020 12:00

Corona-Krise: Anträge auf Kurzarbeit steigen

Inzwischen gibt es so viele Anträge auf Kurzarbeitergeld, dass sie die Bundesagentur für Arbeit nicht mehr zählen kann. Der Beratungsbedarf sei so hoch wie nie, erklärt Thomas Letixerant von der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit. Die Bearbeitung verzögere sich daher. Betroffen von Kurzarbeit sind Unternehmen aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe, aber auch dem Veranstaltungs- und Messebereich, genauso wie Logistikunternehmen. Finanzielle Unterstützung gibt es laut Letixerant auch für die etwa 70.000 sogenannten Solo-Selbstständigen in Schleswig-Holstein. Das sind jene Selbstständigen, die keine angestellten Mitarbeiter haben. | Sendedatum NDR Schleswig-Holstein 18.03.2020 12:00

Wegen Corona: Trauerfeiern nur unter freiem Himmel

Trauerfeiern dürfen ab sofort nur noch unter freiem Himmel und im engsten Familienkreis durchgeführt werden. So wollen sowohl die evangelische Nordkirche als auch das Erzbistum Hamburg die Anordnungen zum Schutz vor dem Coronavirus umsetzen.Trauerfeiern in geschlossenen Räumen wie Kirchen und Kapellen sind genau wie alle anderen Gottesdienste untersagt. Das Erzbistum Hamburg begrenzt die Teilnehmerzahl für Beerdigungen sogar auf zehn Personen. Beide Kirchen schlagen vor, Trauerfeiern nachzuholen. Um auch die restlichen Auflagen einzuhalten, finden Trauergespräche derzeit nur am Telefon statt. Neben Trauerfeiern wurden auch sämtliche Konfirmationen vorerst abgesagt. | Sendedatum NDR Schleswig-Holstein 18.03.2020 12:00

Corona-Infektion nach Tod von Krebs-Patient nachgewiesen

Bei einem 78 Jahre alten Mann ist in Schleswig-Holstein nach seinem Tod eine Corona-Infektion bestätigt worden. Der Patient, der im Universitätsklinikum (UKSH) in Lübeck starb, habe an Krebs gelitten, so ein Sprecher des UKSH. Man könne nicht sagen, welche Rolle das Virus gespielt habe. Alle engen Kontaktpersonen seien identifiziert und alle Isolierungsmaßnahmen eingeleitet, hieß es. | Sendedatum NDR Schleswig-Holstein 18.03.2020 07:00

Dänemark verschärft Maßnahmen

Dänemark hat seine Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus nochmals verschärft. Von heute an um 10 Uhr sind alle Versammlungen von mehr als zehn Menschen verboten. Das gilt laut Regierung auch für private Treffen. Dies sei nicht die Zeit, "um Leute zu einer Geburtstagsparty einzuladen", sagte Regierungschefin Mette Frederiksen. Wie in anderen europäischen Staaten müssen in Dänemark zudem die meisten Geschäfte geschlossen bleiben. | Sendedatum NDR Schleswig-Holstein 18.03.2020 06:00

Schleswig-Holstein ab Mittwoch für Touristen gesperrt

Touristen dürfen Schleswig-Holstein von Mittwoch an nicht mehr betreten. Das hat die Landesregierung beschlossen. "Reisen aus touristischem Anlass in das Gebiet des Landes Schleswig-Holstein werden ab heute untersagt. Das kann kontrolliert werden und ordnungsrechtlich durchgesetzt werden", sagte Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP). Ziel sei es, dass auch der Tagestourismus nicht mehr stattfinde. Außerdem hat die Landesregierung beschlossen, dass die Restaurants in Schleswig-Holstein ab Mittwoch vollständig geschlossen werden, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Nachmittag. Sie dürfen Essen nur noch außer Haus verkaufen - etwa über einen Lieferservice. | Sendedatum NDR Schleswig-Holstein 18.03.2020 06:00

Polizei soll Menschenansammlungen unterbinden

Wegen des Coronavirus soll es wenige Kontakte zwischen Menschen geben - und auch keine größeren Ansammlungen. Das soll die Polizei nun durchsetzen, hat das Innenministerium erklärt. Die Polizei wird nun noch härter durchgreifen, sagte der schleswig-holsteinische Innenstaatssekretär Torsten Geerdts NDR Schleswig-Holstein. Man habe bisher auf die Vernunft und Freiwilligkeit der Menschen im Land gesetzt. Er stelle aber auch fest, dass einige Menschen uneinsichtig seien. Polizisten im Land würden nun Menschen ansprechen, wenn sie in größeren Gruppen unterwegs sind. Außerdem habe sie die Möglichkeit, Bußgelder zu verhängen. Der Katastrophenfall soll in Schleswig-Holstein absehbar nicht ausgerufen werden, so der Innenstaatssekretär. Es gebe einen interministeriellen Leitungsstab, der einwandfrei funktioniere. | Sendedatum NDR Schleswig-Holstein 17.03.2020 15:00

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 18.03.2020 | 18:00 Uhr

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