Stand: 15.06.2020 13:39 Uhr

SPO: Kitesurfer will sich nicht retten lassen

Ein Kitesurfer wird mit einem DLRG-Jetski gezogen. © DLRG Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. Foto: Nils Stauch
Der Kitesurfer wurde am Ende mit einem Jetski abgeschleppt.

Ein Kitesurfer, den die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) aus der Nordsee vor St. Peter Ording (Kreis Nordfriesland) retten wollte, wollte sich einfach nicht helfen lassen. Wie die DLRG berichtet, trieben "bei ablaufendem Wasser und ablandigem Wind über einen längeren Zeitraum" zwei Kitesurfer vor dem Ordinger Strand und versuchten, an Land zu schwimmen. Erfolglos.

Lieber schwimmen als zahlen

Also rückte die DLRG aus. Einer der beiden Männer nahm die Hilfe an. Laut dem DLRG-Ortsverband musste der zweite Kiter aber erst noch überzeugt werden. Er wollte die Rechnung für seine Rettung nicht bezahlen und lieber an Land schwimmen. Das versuchte er im Beisein der Retter auch, wurde aber immer weiter nach Südwesten abgetrieben. Also musste erst die Polizei anrücken und anordnen, dass der Mann an Land gebracht werden soll, bevor er sich mit einem Jetski abschleppen ließ. Dass er eine Rechnung für den Einsatz bekommt, ist unwahrscheinlich. Rechnungen werden vor allem dann ausgestellt, wenn es einen erhöhten Aufwand, wie bei Rettungshubschraubereinsätzen, gibt. Der Einsatz, über den die DLRG jetzt informiert hat, war bereits am Freitagabend.

 

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