Stand: 03.12.2019 17:00 Uhr

SPD-Bundesspitze: Stegner lässt Kühnert den Vortritt

von Anna Grusnick

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Am Dienstag hat sich Ralf Stegner mit dem erweiterten Präsidium der SPD in Berlin getroffen.

Wie will sich die Partei-Linke der SPD künftig aufstellen und wer soll wo Einfluss nehmen? Diese Fragen stellt sich auch Schleswig-Holsteins Fraktionschef Ralf Stegner - besonders in Hinblick auf seinen Posten als Bundesvize der Partei. Nach einem Gespräch mit dem Sprecher der Parlamentarischen Linken der SPD-Fraktion im Bundestag, Matthias Miersch, und mit dem Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert steht jetzt fest: Stegner kandidiert nicht erneut als Bundes-Vize. Stattdessen wolle er dabei helfen, einen Generationswechsel in die Wege zu leiten, sagte er NDR Schleswig-Holstein.

Kandidatur fürs Parteipräsidium

Künftig gebe es nur noch die Hälfte der Stellvertreterplätze, so Stegner. "Und dafür wird Kevin Kühnert kandidieren, der Juso-Bundesvorsitzende", sagte er im Interview. Diese Kandidatur werde er unterstützen. "Ich selbst werde über den Parteivorstand fürs Parteipräsidium kandidieren, dem ich seit 2007 angehöre." Damit wäre er immer noch Teil des obersten Gremiums der Sozialdemokraten.

Vor einem verschwommenen SPD-Logo sind zwei Mikrofone zu sehen. © dpa picture alliance Foto: Julian Stratenschulte

Stegner kandidiert nicht erneut als Bundesvize

NDR 1 Welle Nord - Nachrichten für Schleswig-Holstein -

Der schleswig-holsteinische SPD-Fraktionschef Stegner wird sich beim SPD-Bundesparteitag in Berlin nicht erneut um einen Posten als Bundesvize bewerben. Das sagte Stegner NDR Schleswig-Holstein.

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Er hoffe darauf, weiter mitgestalten zu können und werbe um das Vertrauen der Delegierten auf dem Parteitag, so Stegner. "Gleichzeitig finde ich es wichtig, dass es zu einer kollegialen Lösung kommt, die die neue Führung von Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans unterstützt." Nach Stegners Auffassung muss das das Ziel sein, damit die SPD wieder aus der Krise kommt und bessere Zeiten sieht.

Gute Lösung für Stegner?

Mit der gefundenen Einigung kann Stegner nach eigenen Angaben gut leben. Auf der einen Seite könne es so ein Stück weit eine personelle Erneuerung geben, auf der anderen Seite aber bleibe auch die Möglichkeit bestehen, die Erfahrung und die Kompetenz in die Führung der Partei einzubringen. "Aus einem kleinen Landesverband wie Schleswig-Holstein dem obersten Gremium der SPD anzugehören, ist eine große Ehre", meint Stegner.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 03.12.2019 | 17:00 Uhr

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