Stand: 19.11.2019 15:50 Uhr

Rettungsmedaille für Busfahrer: Mutiger Einsatz

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Ministerpräsident Daniel Günther (links) und Lübecks Bürgermeister Jan Lindeau (rechts) gratulieren dem Busfahrer Peter Spoth nach der Verleihung der Rettungsmedaille.

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat dem Busfahrer Peter Spoth aus Lübeck am Dienstag die Rettungsmedaille des Landes am Bande verliehen. Spoth wurde damit für seinen couragierten Einsatz nach der Messerattacke in einem Bus im Juli 2018 ausgezeichnet. "Durch sein Eingreifen hat Peter Spoth vermutlich mehrere Menschenleben gerettet", sagte Günther bei der Feierstunde in Kiel.

Busfahrer Peter Spoth, der die Rettungsmedaille erhalten hat, im Interview.

Zivilcourage: Busfahrer erhält Rettungsmedaille

Schleswig-Holstein Magazin -

2018 hatte ein psychisch kranker Mann in Lübeck einen Bus attackiert. Nun wurde der Busfahrer mit der Rettungsmedaille geehrt, weil er damals mutig reagiert und Schlimmeres verhindert hat.

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Im Interview mit dem NDR Schleswig-Holstein sagt Peter Spoth, wie froh er ist, dass alles gut gegangen ist. "Das ist mir unwahrscheinlich wichtig gewesen, dass während dieses Vorfalls niemand gestorben ist. Das war mir ganz wichtig und daran denke ich auch heute noch", so Spoth.

Busfahrer reagierte geistesgegenwärtig und mutig

Im Juli 2018 hatte ein Mann einen voll besetzten Bus in Lübeck in Brand gesetzt und mit einem Messer einen Fahrgast schwer verletzt. Der Busfahrer Peter Spoth stoppte den Bus, öffnete umgehend die Türen und versuchte, obwohl er von dem Mann mit einem Faustschlag attackiert wurde, den Brand mit einem Feuerlöscher zu stoppen. Spoth hatte im Rückspiegel beobachtet, dass der Mann einen Rucksack im Bus abstellte, aus dem es qualmte.

Günther spricht seine Hochachtung aus

"Sie haben in einer absoluten Ausnahmesituation den Überblick behalten. Sie haben die Gefahr erkannt und keine Sekunde gezögert", betonte Günther die herausragende Leistung des Busfahrers. "Durch ihren Mut haben Sie viele Menschen gerettet. Vor allem einen Rollstuhlfahrer, dem Sie, trotz eigener akuter Lebensgefahr, zusammen mit anderen Fahrgästen aus dem Bus geholfen haben", so Günther.

"Dafür haben Sie meine absolute Hochachtung. Und meinen allergrößten Respekt." Wie Günther weiter sagte, ziehe die Gemeinschaft ihre Stärke daraus, "dass Menschen füreinander da sind und einander helfen. Sie haben diesen Gedanken bei Ihrem mutigen Einsatz auf absolut vorbildliche Art und Weise in die Tat umgesetzt."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 19.11.2019 | 17:00 Uhr

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