Stand: 22.11.2017 14:14 Uhr

Rendsburger Schüler in "Bellevue" ausgezeichnet

Große Ehre für vier Schüler aus Schleswig-Holstein. Sie haben bei einem Geschichtswettbewerb von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier einen von fünf ersten Preisen gewonnen. Till Fischer, Kyra Sepke, Jonna Silber und Lea Zech aus der 9. Klasse der Christian-Timm-Schule in Rendsburg hatten sich mit der über 300-jährigen Geschichte eines jüdischen Friedhofs in Westerrönfeld (Kreis Rendsburg-Eckernförde) befasst und wurden dafür im Schloss Bellevue ausgezeichnet. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert.

Jugendliche auf einem Friedhof.

Bundespräsident ehrt Rendsburger Schüler

Schleswig-Holstein Magazin -

Vier Schüler aus Rendsburg haben sich intensiv mit der Geschichte des jüdischen Friedhofs in Westerrönfeld beschäftigt. Dafür wurden sie nun vom Bundespräsidenten ausgezeichnet.

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Gräber auf jüdischem Friedhof verwittern

Der von den Rendsburger Schülern erforschte Friedhof wies noch in den 30er-Jahren mehr als 1.300 Grabstellen auf. Heute sind es nur noch rund 250 verwitterte, teils überwucherte Andenken an die jüdische Geschichte in der Gemeinde. Die Neuntklässler wollten wissen, wie sich der Friedhof seit seiner Entstehung im Jahr 1695 verändert hat.

Preise auch für Schüler aus Ahrensburg und Heide

Neben den fünf ersten Preisen werden bei dem von der Körber-Stiftung ausgetragenen Geschichtswettbewerb 15 zweite Preise sowie 30 dritte Preise vergeben. Einer der zweiten Preise ging ebenfalls nach Schleswig-Holstein. Maximilian David Ferst von der Stormarnschule in Ahrensburg wurde für seine Arbeit über das deutsch-jüdische Verhältnis in der Region ausgezeichnet. Anna Medrow vom Werner-Heisenberg-Gymnasium in Heide bekam einen dritten Preis für ihre Nachforschungen über das Wirken der Freimaurer zur Zeit des Nationalsozialismus in der Stadt in Dithmarschen.

Schon mehr als 140.000 Teilnehmer

Seit 1973 richten die Hamburger Körber-Stiftung und das Bundespräsidialamt den Geschichtswettbewerb aus. Ziel ist es, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte zu wecken, Selbstständigkeit zu fördern und Verantwortungsbewusstsein zu stärken. Ausgeschrieben wird der mit bislang mehr als 141.000 Teilnehmern und rund 31.500 Projekten größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland in einem zweijährigen Turnus und zu wechselnden Themen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 22.11.2017 | 12:00 Uhr

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