Stand: 09.09.2020 16:08 Uhr

Ex-Freundin in Hotel erwürgt: Zwölf Jahre Haft

Für den gewaltsamen Tod einer jungen Mutter in einem Rendsburger Hotel muss ihr 25-jähriger Ex-Lebensgefährte zwölf Jahre ins Gefängnis. Das Kieler Landgericht sprach ihn am Mittwoch des Totschlags schuldig. Der Angeklagte hatte die Tat zuvor gestanden.

Kind bleibt körperlich unversehrt

Der Mann erwürgte demnach die Mutter des gemeinsamen kleinen Sohnes nach einem Streit um das Kind. Die Frau starb in der Nacht auf den 13. Februar in einem Zimmer des Hotels. Das Kind blieb körperlich unversehrt.

Das Gericht folgte mit dem Urteil weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Anklägerin und Nebenklagevertreter hatten wegen Totschlags mehr als 13 Jahre Haft gefordert. Der Verteidiger plädierte auf Körperverletzung mit Todesfolge und beantragte ein Strafmaß im niedrigeren einstelligen Bereich. 

Entschuldigung im Schlusswort

Die Frau hatte sich vor der Tat von dem Angeklagten getrennt. Ein Gutachter beschrieb ihn als aggressiv, eifersüchtig und gewalttätig. Die 28-Jährige hatte deswegen gegen den Mann eine sogenannte Gewaltschutzanordnung erwirkt und das Sorgerecht für das Kind.

In seinem Schlusswort bat der Angeklagte, der bereits vorbestraft war, die Mutter des Opfers um Entschuldigung und äußerte die Hoffnung, nach einer langen Gefängnisstrafe seinen Sohn wiedersehen zu dürfen.

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Prozessteilnehmer sitzen im Verhandlungssaal im Landgericht Kiel. © dpa Foto: Frank Molter

Geständnis: Ex-Freundin im Hotelzimmer erwürgt

Ein 25-Jähriger hat vor Gericht gestanden, seine Ex-Freundin in einem Rendsburger Hotel getötet zu haben. Er habe es nicht gewollt. Es sei bei dem Streit um den gemeinsamen Sohn gegangen. mehr

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 09.09.2020 | 16:00 Uhr

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