Stand: 31.08.2020 20:24 Uhr

Rendsburg: 13 Jahre Haft wegen Totschlags gefordert

Die Staatsanwaltschaft Kiel hat in ihrem Plädoyer vor dem Landgericht Kiel 13 Jahre Haft für einen 25-jährigen Mann gefordert. Der Angeklagte habe sich im Februar 2020 des Totschlags schuldig gemacht, als er die Mutter eines gemeinsamen kleinen Sohnes in den Schwitzkasten nahm und erwürgte, sagte die Staatsanwältin. Der Mann habe dabei ihren Tod billigend in Kauf genommen. Die junge Mutter und das sechs Monate alte Baby wurden in einem Rendsburger Hotel gefunden, der Junge war unversehrt. Der Angeklagte soll laut eines psychiatrischen Gutachtens hochaggressiv, gewalttätig und eifersüchtig gewesen sein.

Täter in Schweden vorbestraft

Das Opfer hatte sich nach wiederholten schweren Übergriffen vom Täter getrennt und ein Gewaltschutzabkommen erwirkt. Dennoch hatte sie sich mit dem Mann getroffen, um ihm Zeit mit dem gemeinsamen Kind zu geben. Der Mann soll mit dem Umgangsrecht und der Taufe des Kindes unzufrieden gewesen sein und habe eifersüchtig auf Männerbekanntschaften der Frau reagiert. Der gebürtige Tunesier soll vor sieben Jahren in Schweden seine damalige Frau schwer misshandelt haben. Er wurde zu einer zwei jährigen Haftstrafe verurteilt und des Landes verwiesen. Die Verteidigung soll ihr Plädoyer am 9. September halten, am selben Tag wird das Urteil erwartet.

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Prozessteilnehmer sitzen im Verhandlungssaal im Landgericht Kiel. © dpa Foto: Frank Molter

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 01.09.2020 | 07:00 Uhr

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