Stand: 27.05.2020 17:34 Uhr  - NDR 1 Welle Nord

Rekord: 700 Millionen Euro für Windanlagenbetreiber

Es ist ein neuer Rekordwert: Mehr als 700 Millionen Euro haben Betreiber von Windanlagen im vergangenen Jahr in Deutschland als Entschädigung erhalten, weil die Stromnetze die Energie nicht transportieren konnten. Die Anlagen wurden deshalb zeitweise abgeschaltet. Das geht aus der neuesten Jahresstatistik der Bundesnetzagentur hervor. Demnach entfallen 380 Millionen Euro - also mehr als die Hälfte der Entschädigungen - auf Schleswig-Holstein.

Netzampel zeigt Drosselung

Die Engpässe, die für so hohe Ausfälle sorgen, liegen vor allem westlich von Flensburg und rund um Niebüll (Kreis Nordfriesland). Die Wind- und Solarparks dort werden zum Teil zu 70 bis 80 Prozent gedrosselt. Das kann man täglich auf der sogenannten Netzampel im Internet verfolgen. In ganz Schleswig-Holstein sind es nur 11 Prozent, heißt es in einem Bericht des Energiewendeministeriums. Neue große Stromleitungen sollen in Zukunft Abhilfe schaffen. Die Westküstenleitung soll bis 2023 fertig sein, die Mittelachse entlang der A7 bis Flensburg bis zum Jahresende.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 27.05.2020 | 12:00 Uhr

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