Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand im Gegenlicht. © picture-alliance Foto: Arne Dedert

Reinbek: Bewährungsstrafe nach Fahrerflucht

Stand: 31.03.2021 14:29 Uhr

Das Amtsgericht Reinbek hat einen 38-jährigen Mann verurteilt - zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten. Außerdem muss er 280 Euro Strafe zahlen und den Führerschein ist er los.

Der Angeklagte hatte im Dezember 2019 einen Fußgänger angefahren und war dann geflüchtet. Das Opfer starb noch an der Unfallstelle. Zum Prozessauftakt am Donnerstag sagte der Angeklagte, es sei dunkel gewesen. Den plötzlichen Knall an seinem Auto habe er für einen Ast gehalten. Ein Polizist sagte aus, der Angeklagte habe ihm gegenüber zugegeben, sein Handy im Fußraum gesucht zu haben. Dieser Aussage folgte auch die Richterin. Erst einen Tag nach dem Unfall hatte die Polizei das stark beschädigte Auto des 38-Jährigen gefunden.

Richterin: Tragischer Augenblick

Das Opfer hatte durch den Aufprall eine Kopfverletzung erlitten und war nach Angaben eines Rechtsmediziner an den Folgen der Verletzung erstickt. Er war damals mit seiner Frau und einem befreundeten Pärchen auf dem Rückweg von einem Bowlingabend. Die Richterin bezeichnete den Unfall als einen tragischen Augenblick und verurteilte den 38-Jährigen wegen fahrlässiger Tötung und Fahrerflucht. Die Geldstrafe muss der Mann an die freiwillige Feuerwehr Reinbek zahlen, die bei dem Unfall vor Ort gewesen war.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 31.03.2021 | 07:00 Uhr

Nachrichten aus Schleswig-Holstein

Arzthelferin Sonja Nitzsche zieht neben Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holsteins, im Labor des Impfzentrums Husum eine Impfdosis Biontech auf. © dpa-Bildfunk Foto: Marcus Brandt

Corona: Günther hält an Impfpriorisierung fest

Für eine Aufhebung sei es jetzt noch zu früh, sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident beim Besuch eines Impfzentrums in Husum. mehr

Videos