Stand: 03.06.2020 21:03 Uhr  - NDR 1 Welle Nord

Razzia gegen mutmaßliche Schleuser in Norddeutschland

Die Bundespolizei hat im Auftrag der Staatsanwaltschaft Itzehoe (Kreis Steinburg) Durchsuchungen in drei Bundesländern vorgenommen. Die Razzien in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg richteten sich gegen vier Beschuldigte wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern, der Urkundenfälschung sowie der Geldwäsche und zahlreicher Betrugsstraftaten, teilte die Bundespolizei mit. Sie stünden im Verdacht, in mehreren Fällen thailändische Staatsangehörige in bordellähnliche Betriebe in den drei Bundesländern eingeschleust zu haben. "Die dabei erzielten Gewinne, unter anderem die Mietzahlungen der Prostituierten, fließen in die Taschen der Beschuldigten und dienen der Finanzierung eines luxuriösen Lebens", schreibt die Bundespolizei in einer Mitteilung.

58-Jähriger Mann festgenommen

Laut Bundespolizei durchsuchten die Beamten insgesamt zwölf Objekte: sechs in Hamburg, drei in Schleswig-Holstein, drei in Niedersachsen. Sie suchten Beweismaterial in Wohnungen, Firmen und Bordellen. Unter anderem gab es Razzien in drei Bordellen in Pinneberg, Hamburg und Stelle.

Die Einsatzkräfte griffen sieben thailändische Staatsangehörige auf, die sich illegal in Deutschland aufhielten und nahmen einen 58-jährigen Beschuldigten vorläufig fest. Laut "Hamburger Abendblatt" stellten die Beamten einen der vier mutmaßlichen Schleuser in einem Club in Hamburg-Heimfeld. Außerdem nahmen die Bundespolizisten Beweismaterial wie Geschäftsunterlagen, Speichermedien und Ausweisdokumente mit. Insgesamt waren 250 Beamte an dem Einsatz beteiligt. Die Ermittlungen laufen nach Angaben der Bundespolizei seit September vergangenen Jahres.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 03.06.2020 | 19:00 Uhr

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