Stand: 02.10.2019 12:29 Uhr  - NDR 1 Welle Nord

Prozess beginnt: Ehefrau mit Fahrradschloss erschlagen

Er soll seine Ehefrau mit einem Fahrradschloss erschlagen haben - deshalb steht seit Mittwoch ein Mann in Flensburg wegen Mordes vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 42-Jährigen vor, im April zur Wohnung seiner Frau gegangen zu sein, obwohl ein Kontaktverbot zu ihr bestand. Als sie sagte, er solle gehen, habe er mindestens zehn Mal mit einem Fahrradbügelschloss auf sie eingeschlagen.

Staatsanwältin sieht Wut über Zurückweisung als Motiv

Die Frau starb am Tatort, wo sie mit den vier gemeinsamen Töchtern wohnte. Die Mädchen waren damals 6, 10, 13 und 16 Jahre alt. Wie die Staatsanwältin sagte, habe der Mann aus Wut über die Zurückweisung gehandelt. Zudem habe er den Macht- und Besitzanspruch über seine Familie markieren wollen.

Einige Tage vor der Tat hatte die Staatsanwaltschaft ein Kontaktverbot gegen den Angeklagten verhängt. Der Mann soll seine Frau zuvor bedroht haben und gewalttätig geworden sein. Die Familie war laut Staatsanwaltschaft 2015 nach Deutschland gekommen, seit 2016 lebte sie in Flensburg.

Anwalt: Angeklagter zeigt sich geständig

Am ersten Prozesstag wurde nur die Anklageschrift verlesen. Der Verteidiger des Mannes sagte, er wolle am nächsten Verhandlungstag im Oktober eine Erklärung seines Mandanten verlesen. Grundsätzlich zeige sich der Angeklagte geständig, sagte der Anwalt.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 02.10.2019 | 06:00 Uhr

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