Stand: 23.07.2020 12:13 Uhr

Prozess: Reisebüro-Inhaberin per Haftbefehl gesucht

Keine Spur von der Angeklagten: Zum zweiten Mal in Folge ist eine 53 Jahre alte Reisebüro-Inhaberin nicht vor dem Amtsgericht Ahrensburg erschienen. Der Frau wird vorgeworfen, sich um mehr als 70.000 Euro an ihren Kunden bereichert zu haben. Nun sucht die Polizei nach Angaben der Staatsanwaltschaft per Haftbefehl nach ihr.

Reise bezahlt - keine Leistung erbracht

Urlauber hatten ihre Reisen gebucht und bezahlt, am Flughafen wurden sie dann mit gepackten Koffern abgewiesen - oder die Reservierungen im Hotel waren ungültig. Laut Staatsanwaltschaft hatte die Reisebüro-Inhaberin zwischen 2015 und 2018 Kreditkarten- und Kontodaten ihrer Kunden genutzt, um persönliche Rechnungen zu bezahlen.

Polizisten klingeln an Haustür

Als sie dafür im Herbst das erste Mal wegen Veruntreuung und mehrfachen Betrugs zur Verantwortung gezogen werden sollte, erschien sie nicht vor Gericht und legte dann ein Attest über eine Verhandlungsunfähigkeit vor. Der Prozess wurde ausgesetzt. Heute sollte nun ein zweiter Anlauf genommen werden. Sechs Zeugenaussagen waren geplant.

Doch wieder erschien die 53-Jährige nicht vor Gericht. Polizisten klingelten am Vormittag erfolglos an der Haustür der Angeklagten - niemand öffnete. Nach Angaben des Richters soll das Verfahren erst dann neu angesetzt werden, wenn feststeht, dass die Frau auch wirklich vor Gericht erscheint.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 23.07.2020 | 12:00 Uhr

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