Stand: 18.09.2020 08:24 Uhr

Post-Warnstreik in SH: Briefe bleiben zum Teil liegen

Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der Deutschen Post AG in Schleswig-Holstein zu gezielten Warnstreiks aufgerufen. Am Freitag sollten die Mitarbeiter ihre Arbeit niederlegen. Unter anderem wurden in Teilen von Ratzeburg, Mölln, Lübeck, Kappeln, Kiel, Schleswig, Tornesch, Flensburg, Neumünster, Norderstedt und Geesthacht laut ver.di bis zu 560.000 Briefe nicht bearbeitet und bis zu 80.000 Pakete nicht ausgeliefert. "Es gibt eine klare Forderung von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Verhandelt wird am Verhandlungstisch und nicht mit einseitig verfassten Diktat, wie es sich die Post AG wünscht", sagte ver.di-Fachbereichsleiter Postdienste Nord, Lars-Uwe Rieck. Der Streik wird am Sonnabend fortgesetzt. Auch Mecklenburg-Vorpommern ist betroffen.

Dritte Verhandlungsrunde in Kassel

Außerdem fordert die Gewerkschaft monatlich 90 Euro mehr für Auszubildende und Dual-Studierende. Am 21. und 22. September findet die dritte Verhandlungsrunde in Kassel statt. Das erklärte Ziel von ver.di ist "ein ordentliches Lohnplus" für die bundesweit etwa 140.000 Beschäftigten der Deutsche Post AG. Die Warnstreiks der letzten Tage seien nur ein kleiner Vorgeschmack gewesen, "wie entschlossen die Beschäftigten sind, ihren berechtigten Anspruch am Unternehmenserfolg einzufordern", sagte Rieck.

Rote Ampel vor Logo der Deutschen Post AG

AUDIO: Viele Briefkästen in SH bleiben leer (1 Min)

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 18.09.2020 | 08:00 Uhr

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