Polizisten © dpa-Bildfunk Foto: Silas Stein

Polizei: Wohnungen von mutmaßlichen Schleusern durchsucht

Stand: 21.04.2021 19:03 Uhr

Die Bundespolizei hat am Mittwoch Wohnungen von mutmaßlichen Schleusern in Norderstedt und Wedel (Kreis Pinneberg) durchsucht. Die Beschuldigten sollen gewerbsmäßig Menschen aus Syrien nach Deutschland geholt haben.

Insgesamt wird gegen drei Männer wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern ermittelt. Die Syrer sollen in mindestens vier Fällen Landsleute illegal nach Deutschland gebracht haben. Die Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft Dresden geleitet.

Polizeiabzeichen auf den Uniformärmeln zweier Bundespolizisten. © dpa
AUDIO: Südholstein: Wohnungsdurchsuchung mutmaßlicher Schleuser (1 Min)

Dokumente und Speichermedien sichergestellt

Die 38 Beamten stellten am Mittwoch umfangreiches Beweismaterial sicher, darunter digitale Speichermedien und Dokumente, wie die Bundespolizeiinspektion Berggießhübel in Pirna am Mittwoch mitteilte. Ein 33 Jahre alter Syrer war bereits am vergangenem Wochenende bei einer Kontrolle in Bayern in Gewahrsam genommen worden. In seinem Auto saßen drei Landsleute ohne die erforderlichen Einreisedokumente. Danach wurde seine Wohnung in Quickborn (Kreis Pinneberg) durchsucht.

Im November 2020 hatte die Bundespolizei nach eigenen Angaben eine Schleusung auf der A17 Prag-Dresden gestoppt und dabei Beweise für ein Geschäftsmodell gefunden. Danach bringt eine Organisation Menschen per Auto über die Balkanroute nach Deutschland - für 6.000 bis 11.000 Euro pro Person.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 21.04.2021 | 12:00 Uhr

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