Landtagsabgeordnete tagen im Plenarsaal. © picture alliance/dpa | Axel Heimken Foto: Axel Heimken

Politiker wollen besseren Katastrophenschutz für SH

Stand: 25.08.2021 16:45 Uhr

Nach der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen will der Landtag für bessere Vorkehrungen in Schleswig-Holstein sorgen. Das Parlament forderte, regelmäßig die Strukturen des Katastrophenschutzes zu überprüfen.

Laut einem Zehn-Punkte-Plan, der bis 2030 umgesetzt werden soll, sollen zum Beispiel 5.000 neue Sirenen installiert werden. Die Ausrüstung und die Ausbildung der Helfer soll umfassend modernisiert werden. Es soll zudem neue Fahrzeuge für Feuerwehr und THW geben, denn laut Innenministerin Sabine Sütterlin Waack (CDU) sind einige zum Teil mehr als 35 Jahre alt. "Wir alle - Bund, Länder und Kommunen - stehen vor einem tiefgreifenden Wandel im Bevölkerungsschutz", sagte Sütterlin-Waack. "Waldbrände, Pandemien, Hitzewellen, Sturmfluten, Hochwasser und Starkregen, aber auch Bedrohungen aus dem Cyberraum treffen Deutschland immer öfter."

Wunsch nach neuem Kompetenzzentrum

Fraktionsübergreifend wurde außerdem der Wunsch geäußert, ein neues Lage- und Kompetenzzentrum zu bauen - und ein Katastrophenschutzlager für Hygieneartikel und Lebensmittel. Für Letzteres sprach sich ausdrücklich die SPD-Abgeordnete Beate Raudies aus. Über die konkrete Umsetzung dieser Pläne berät nun der Innen- und Rechtsausschuss.

Anerkennung gab es am Mittwoch nochmals für die mehr als 1.400 Kräfte, die in Rheinland-Pfalz geholfen haben. Innenministerin Sütterlin-Waack kündigte ihnen zu Ehren ein Fest Mitte September in Neumünster an.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 25.08.2021 | 13:00 Uhr

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