Stand: 13.05.2019 17:00 Uhr

Patrick Breyer (Piraten) - Kandidat für die Europawahl

Zur Europawahl 2019 haben wir den Spitzenkandidaten aus Schleswig-Holstein einen Fragebogen zugeschickt. Hier lesen Sie die Antworten von Patrick Breyer (Piraten) sowie einen handschriftlich ausgefüllten Steckbrief. Breyer führt die Bundesliste der Piratenpartei an.

Name: Patrick Breyer; Alter: 42; Beruf: Jurist; Familienstand: ledig; Hier ist mein Zuhause: Kiel; Europäisch an mir ist: meine Partei; Davon habe ich mit 17 geträumt: Neuseeland.

Antworten Patrick Breyer

Meine erste Europa-Erfahrung: Als Schüler fuhr ich alleine mit der Bahn zu Familienfreunden in Frankreich und verpasste den Ausstieg, weil ich die Haltestellenansagen auf Französisch nicht verstand. Das war ein guter Ansporn: Heute ist mein Französisch besser.

Mein Lieblingsort in Europa: Ich bin Schleswig-Holstein-Fan und liebe unsere Strände und Inseln.

Zu diesem Zeitpunkt habe ich angefangen mich zu engagieren: 2006.

Und zwar darum: Im Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung haben Bürgerrechtler, Datenschützer und Internetnutzer gemeinsam daran gearbeitet, das Überwachungsgesetz mit der größten Streubreite in der Geschichte der Bundesrepublik zu verhindern. 2010 erklärte das Bundesverfassungsgesetz das Gesetz für grundrechtswidrig.

Aktuelle Informationen

Aus SH im EU-Parlament: Patrick Breyer

27.05.2019 06:00 Uhr

Patrick Breyer (Piraten) zieht ins Europaparlament ein. Der Kieler war bis 2017 Abgeordneter im schleswig-holsteinischen Landtag. Jetzt will er auf EU-Ebene für seine Themen kämpfen. mehr

Die wichtigste Aufgabe der EU ist: Unsere Grund- und Menschenrechte und die Rechtsstaatlichkeit in Europa zu garantieren.

An der EU nervt mich: Brüssel ist ein Paradies für Lobbyisten. Dort hat viel zu oft die Industrie das Sagen, während die Bürger und ihre Wünsche kein Gehör finden. Mit Transparenz und mehr Mitbestimmungsrechten der Bürger gehört der Lobbyismus eingedämmt und die Stimme der Bürger Europas gestärkt.

Und das läuft ganz gut: Die Abschaffung der Grenzkontrollen und die Möglichkeit im Ausland zu leben, zu studieren oder zu arbeiten sind eine Errungenschaft. Deswegen dürfen keine neuen, digitalen Grenzen errichtet oder auch verdachtslose Überwachung eingeführt werden.

Am liebsten wäre ich EU-Kommissar für: Menschenrechte im digitalen Zeitalter.

Was ich als EU-Abgeordneter umsetzen möchte: Ein Recht auf anonyme und unverfolgte Internetnutzung ohne Angst vor Datenmissbrauch, Wahlfreiheit und Wettbewerb bei sozialen Medien und Messengern durch Interoperabilität, ein Recht auf sichere Informationstechnologie und auf Sicherheitsupdates. Ganz allgemein möchte ich Europas neue Stimme für Privatsphäre und freies Internet sein, auch unbequeme Fragen stellen und Druck machen bei Fehlentwicklungen.

Was ich für Schleswig-Holstein erreichen möchte: Unsere heimische Digitalwirtschaft sichert unsere Daten oft besser als US-amerikanische Großunternehmen. Damit sich das auszahlt, müssen die Spielregeln besser durchgesetzt und die Verbraucher über die Unterschiede der Angebote besser ins Bild gesetzt werden.

Weitere Informationen

Piraten-Kandidat Breyer will Lobbyisten bekämpfen

17.05.2019 19:30 Uhr

Bis vor zwei Jahren hatte Patrick Breyer die Piraten im Landtag vertreten. Nun kandidiert der Jurist zum ersten Mal fürs Europaparlament. Warum es ihn ins EU-Parlament zieht, erzählt er im Interview. mehr

Die Europawahl 2019 in Schleswig-Holstein

Mehr als zwei Millionen Schleswig-Holsteiner waren am 26. Mai zur Wahl der Europa-Parlamentarier aufgerufen. Auf dieser Übersichtsseite finden Sie Ergebnisse, Reaktionen, Wissenswertes. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Zur Sache | 26.05.2019 | 18:00 Uhr

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