Stand: 21.06.2019 05:00 Uhr

Oststeinbek kämpft gegen Eichenprozessionsspinner

Bild vergrößern
In Oststeinbek gibt es so viele Raupen des Eichenprozessionsspinners wie noch nie.

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich in Oststeinbek immer mehr aus. Das Tier hat in der Gemeinde im Kreis Stormarn rund um den Barsbüttler Weg schon mehr als 120 Bäume befallen. Um die Anwohner zu schützen, haben die Mitarbeiter des Bauhofs der Gemeinde einige Wege gesperrt. Die Hamburger Beachvolleyball-Meisterschaften, die hier am Wochenende stattfinden sollen, sind gefährdet. Auch die Kinder der Kita Meessen mussten am Donnerstag drinnen bleiben. "Uns liegt sehr viel an der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger. Die verlassen sich darauf, wenn sie die Wege nutzen, dass das auch mit einer gewissen Sicherheit verbunden ist", sagte Daniel Engert vom Bauhof der Gemeinde.

Feine Haare der Raupen sind giftig

Wenn Menschen mit den Tieren in Kontakt kommen, wird es oft unangenehm und manchmal sogar gefährlich: Die Raupen des Eichenprozessionsspinners haben giftige, feine Haare mit einem Widerhaken. Berühren sie die menschliche Haut, kann es zu Juckreiz, Hautausschlägen, Schwindel oder sogar allergischen Schocks kommen. Der Grund: In den Härchen steckt das Nesselgift Thaumetopoein.

Tiere werden von Baumrinde abgesaugt

Mit Schutzanzügen und Atemmasken sind die Schädlingsbekämpfer nun im Einsatz. Jeder einzelne Baum wird angesteuert und untersucht. Die Nester werden mit einer Art Staubsauger von der Baumrinde abgesaugt. Dieses Jahr ist der Befall schlimmer als in den Jahren zuvor. Wenn man ein bisschen in die vergangenen Jahrzehnte zurückschaut, dann ist es tatsächlich so, dass diese Eichenprozessionsspinner aus Süddeutschland und Ostdeutschland immer mehr nach Norden vorrücken", meinte Engert.

Schädlingsbekämpfer im Dauereinsatz

Bild vergrößern
Mit Schutzanzügen und Atemmasken sind die Schädlingsbekämpfer im Einsatz.

Bisher soll in Oststeinbek nur eine Reiterin mit der gefährlichen Raupe in Kontakt gekommen sein. Die Schädlingsbekämpfer sind im Dauereinsatz, damit die Kinder der Kita Meesen wieder draußen spielen dürfen. Ziel ist auch, dass das Beachvolleyballturnier stattfinden kann. Dennoch dürfte die Gemeinde noch die nächsten zwei bis drei Wochen mit dem Eichenprozessionsspinner zu kämpfen haben.

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 20.06.2019 | 19:30 Uhr

Mehr Nachrichten aus Schleswig-Holstein

01:00
Schleswig-Holstein Magazin

Neun Lkw in Geesthacht abgebrannt

Schleswig-Holstein Magazin
03:24
Schleswig-Holstein Magazin
02:28
Schleswig-Holstein Magazin