Stand: 12.04.2020 08:00 Uhr  - NDR 1 Welle Nord

Osterbotschaften: Fürsorge für die Schwächsten

Für die Christen im Norden mag das Osterfest in diesem Jahr nicht so verlaufen, wie sie es sich gewünscht hätten: Die Ostergottesdienste dürfen nicht wie gewohnt stattfinden, die Osterbesuche müssen auf ein Minimum reduziert werden. Und auch wenn es kreative Ideen gibt - so ganz will sich die Osterstimmung nicht einstellen.

Kühnbaum-Schmidt: Füreinander da sein

Die Landesbischöfin der Nordkirche, Kristina Kühnbaum-Schmidt, hat in ihrer Osterbotschaft zu gegenseitiger Fürsorge in der Corona-Krise aufgerufen. "Wir alle können täglich füreinander Hoffnungszeichen sein", sagte Kühnbaum-Schmidt. "Verbunden und füreinander da sein, auch wenn wir nicht nebeneinandersitzen können." So könnten Einsame mit Briefen und Anrufen getröstet werden. Zugleich rief Kühnbaum-Schmidt zur weiteren Aufnahme von Flüchtlingen auf. "Wir erleben ja gerade selbst, wie dringend und notwendig Hilfe, Unterstützung und Rettung für die Schwächsten der Schwachen sind", betonte die Landesbischöfin.

Fehrs: Nächstenliebe von allen gefragt

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In ihrer Osterbotschaft hat Kirsten Fehrs die Menschen gebeten, sich in diesen Zeiten solidarisch zu zeigen.

Abstand wahren und trotzdem zusammenrücken: Auch Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck, hat in ihrer Osterbotschaft betont, wie wichtig es ist, sich gerade jetzt solidarisch zu verhalten. Die Nächstenliebe sei in diesen Zeiten mit dem Coronavirus von allen gefragt, um den Schwachen beizustehen. Die Wiederauferstehung von Jesus Christus an Ostern zeige, dass die Angst mit Hilfe der Liebe überwunden werden kann, sagte Fehrs.

Heße: Scheinbar Unmögliches bewältigen

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Erzbischof Stefan Heße vom Erzbistum Hamburg stellte heraus: Auch Jesus habe Unmögliches vollbracht.

Der katholische Erzbischof Stefan Heße betonte, dass uns die Folgen der Corona-Krise wie eine unmögliche Situation erscheine, die scheinbar unmöglich zu bewältigen sei. Aber Jesus habe auch Unmögliches vollbracht, als er am Karfreitag für unsere Sünden gestorben und Ostern wiederauferstanden sei. In seiner Osterbotschaft wünschte er den Menschen Mut, damit auch sie jetzt diese scheinbar unmögliche Situation meistern.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 12.04.2020 | 08:00 Uhr

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