Stand: 31.08.2020 18:30 Uhr

Ver.di fordert 4,8 Prozent mehr Lohn

Der ver.di-Bezirk Südholstein hat in Neumünster einen Tag vor dem Beginn der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst seinen Forderungen noch einmal Nachdruck verliehen. Die rund 56.000 Beschäftigten in SH sollen 4,8 Prozent mehr Lohn pro Monat erhalten, mindestens aber 150 Euro. Das Krankenhaus- und Pflegepersonal, die Kita-Erzieher und die Mitarbeiter der Müllabfuhr habe laut ver.di in der Corona-Pandemie gezeigt, wie wichtig sie für die Gesellschaft seien.

Tauras: Forderungen zu hoch

Die Gewerkschaft hat ihre Forderungen an Neumünsters Oberbürgermeister Olaf Tauras (CDU) übergeben, der als Vorsitzender des kommunalen Arbeitgeberverbandes bei den Verhandlungen mit am Tisch sitzen wird. Tauras hält die ver.di-Forderungen für zu hoch, da den Kommunen aufgrund der Pandemie Steuereinnahmen wegbrächen.

Ver.di will mehr Geld für Auszubildende

Damit der öffentliche Dienst für Berufseinsteiger attraktiver wird, fordert die Gewerkschaft monatlich 100 Euro zusätzlich. "Wir haben große Probleme, Menschen zu finden, die unter diesen Arbeitsbedingungen, die sehr sehr schwer und hochverantwortlich sind, eine Beschäftigung aufnehmen", sagte Frank Hornschu vom Deutschen Gewerkschaftsbund. Die Tarifverhandlungen starten Dienstag in Potsdam.

Weitere Informationen
Ver.di-Mitglieder demonstrieren in Neumünster. © screenshot Foto: screenshot
1 Min

Ver.di will auch mehr Geld für Auszubildende

Die Gewerkschaft ver.di fordert 4,8 Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Auch Auszubildende sollen mehr Geld bekommen, um die Berufe attraktiver zu machen. 1 Min

Verschiedene Berufsfeuerwehren demonstrieren vor dem Landeshaus © NDR Foto: Daniel Friederichs

Berufsfeuerwehren fordern bessere Arbeitsbedingungen

Weil sie mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen wollen, haben am Donnerstag vier Berufsfeuerwehren vor dem Landeshaus demonstriert. Aufgerufen hatte dazu die Gewerkschaft ver.di. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 31.08.2020 | 17:00 Uhr

Nachrichten aus Schleswig-Holstein

Bundesverband für den Selbstschutz BVS © NDR Foto: Screenshot

Der Katastrophenschutz - Überleben kann man lernen

Wie hat sich der Katastrophenschutz in Schleswig-Holstein entwickelt? mehr

Videos