Stand: 01.11.2019 11:14 Uhr

Notruf: Automatische Handyortung möglich

Finger wählen den Notruf © picture alliance / Frank May Foto: Frank May
In Teilen des Landes können die Rettungsleitstellen jetzt den Standort von Anrufern automatisch erkennen.

Die Rettungsleitstellen Nord in Harrislee und West in Elmshorn dürfen seit Freitag Anrufer orten. "Automatische Standortübermittlung" heißt es ganz offiziell. Das bedeutet: Wer mit einem Android-Smartphone die 112 wählt, übermittelt ganz automatisch seine exakte Position an die Retter. Wählt jemand den Notruf, werden auf dem Smartphone alle verfügbaren Standortdienste aktiviert - auch wenn sie zuvor ausgeschaltet waren.

Zusätzlich sucht das Smartphone nach Wlan-Netzen und Mobilfunkmasten in der Umgebung. Alle Daten werden dann automatisch mit einer SMS verschickt. So kann die zuständige Rettungsleitstelle den Standort metergenau bestimmen. Die Rettungssanitäter und der Notarzt bekommen die Standortdaten direkt auf ihr Navigationsgerät geschickt und können so schneller zum Notfallort.

Retter können schneller vor Ort sein

Diese Technik macht den Einsatzkräften ihre Arbeit leichter - insbesondere bei ungenauen Ortsangaben von Hilfesuchenden. Als Beispiel nannte ein Sprecher Wattwanderer, die von der Flut überrascht werden. Die Technik könne Leben retten, sagt der Leiter der Regionalleitstelle West, Stephan Bandlos zu NDR Schleswig-Holstein. So könnten Sanitäter im Notfall schneller vor Ort sein.

Bei Apple-Geräten funktioniert die Technik noch nicht. Das Betriebssystem iOS soll die automatische Standortübermittlung ab dem kommenden Jahr unterstützen.

Andere EU-Länder nutzen die Technik nach Angaben des SWR schon seit mehr als drei Jahren. Demnach haben Datenschützer und Mobilfunkunternehmen eine frühere Einführung in Deutschland verhindert.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 01.11.2019 | 10:30 Uhr

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