Stand: 28.02.2020 16:12 Uhr

Nord-Ostsee-Kanal nach Sperrung wieder frei

Der Nord-Ostsee-Kanal (NOK) ist wieder frei. Seit dem frühen Freitagmorgen konnten nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes weder in Brunsbüttel noch in Kiel-Holtenau große Schiffe geschleust werden. Der Grund war ein technisches Problem mit den Computern der Verkehrszentrale in Brunsbüttel. Deswegen durften nur noch Schiffe mit einer Länge von bis zu 135 Metern durch den Kanal fahren.

Alleine vor Kiel lagen deswegen mehrere Stunden etwa 20 Schiffe auf Reede und warten auf die Weiterfahrt durch den Kanal. Auch in der Elbe warteten neun Schiffe auf die Schleusung. Kleinere Schiffe durften den NOK nach Angaben eines Sprechers aus Brunsbüttel noch passieren. Den Angaben zufolge war das computergesteuerte Lenksystem ausgefallen. Techniker versuchten vergeblich zunächst per Fernwartung eine Reparatur.

Welche Verkehrsgruppen gibt es?

Die Schiffe und Fahrzeuge, die den Nord-Ostsee-Kanal passieren, werden anhand ihrer Größe in Verkehrsgruppen eingeteilt - von 1 bis 6. Die Sperrung galt nur für Schiffe der Gruppen 4 bis 6. Dazu gehören unter anderem Schiffe mit einer Länge von mehr als 130 Metern.

Immer mal wieder Systemausfälle

Es ist nicht die erste Panne seit der Einführung der computergestützten Lenkung des Schiffsverkehrs auf dem Nord-Ostsee-Kanal im Jahr 2007. Aus dem Umfeld der Lotsen heißt es, dass das System alle paar Monate immer mal wieder ausfallen würde. Im vergangenen Jahr befuhren weniger Schiffe die künstliche Wasserstraße, und es wurde weniger Ladung transportiert. Der zweimalige Ausfall der Schleuse in Kiel-Holtenau ist nach Angaben des WSV ein Grund für diesen Rückgang.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 28.02.2020 | 17:00 Uhr

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