Sendedatum: 08.03.2020 19:30 Uhr

Nasse Böden: Baumschulen fürchten um ihre Bestände

In Schleswig-Holstein gab es im Februar 145 Liter Niederschlag pro Quadratmeter - anstatt wie überlicherweise nur rund 40 Litern. Und der Dauerregen sorgt für Probleme bei Baumschulbetrieben in Schleswig-Holstein. Auf zu nassen Böden kann nicht gerodet werden. Die Äcker und Felder sind aufgeweicht. Fahrzeuge und Geräte, die für die Rodung und Ernte der Pflanzen gebraucht werden, würden im Schlamm einsinken. Vielerorts droht ein wirtschaftlicher Schaden. So müsste zum Beispiel ein Unternehmen aus Ellerbek (Kreis Pinneberg) für einen Auftrag aus Österreich dringend 180.000 Nordmanntannen roden. Das sei aber im Moment wegen der feuchten Böden nicht möglich, sagt der Betriebsleiter. Auch die Wurzeln würden unter der Nässe leiden.

Bund deutscher Baumschulen ist zuversichtlich

Der Verband deutscher Baumschulen in Schleswig-Holstein rechnet damit, dass sich die Lage in den kommenden zwei Wochen entspannen wird. Sobald die Temperaturen steigen, versickere das Wasser besser im Boden, erklärt Geschäftsführer Frank Schoppa. Trotz Preissteigerungen prognostiziert er eine erfolgreiche Saison: "Wir haben ja auch Dürreerscheinungen gehabt - wo viele Großanpflanzungen gelitten haben." Diese Pflanzungen müssten ersetzt werden. Und das löse zunächst eine Nachfrage des Garten- und Landschaftsbaus und der öffentlichen Hände aus, meint Schoppa. "Das spürt man am Markt, dass zum Beispiel Alleebäume entsprechend stark nachgefragt werden." Auch private Gärten hätten demnach unter der Dürre in den vergangenen zwei Jahren gelitten - und auch hier steige die Nachfrage.

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Schleswig-Holstein Magazin | 08.03.2020 | 19:30 Uhr

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