Namens-Hitliste: Emilia und Ben führen in SH

Stand: 29.12.2020 18:00 Uhr

Zum Jahresende ist der Blick auf die beliebtesten Vornamen der vergangenen zwölf Monate fast schon Tradition. Statistiker Knud Bielefeld sammelt sie und veröffentlicht die Topliste.

Emilia, Mia und Ida liegen bei den Mädchen im Trend, bei den Jungen sind Ben, Elias und Finn beliebt. Jedes Jahr sammelt Statistiker Knud Bielefeld aus Ahrensburg (Kreis Stormarn) die Vornamen, die Babys in Schleswig-Holstein am häufigsten gegeben wurden.

Top 10 Mädchennamen in SH

  • Emilia
  • Mia
  • Ida
  • Emma
  • Hannah
  • Lotta
  • Emily
  • Frieda
  • Lia
  • Mila

Die ungewöhnlichsten Namen

Als ungewöhnlichste Namen gelten Vornamen, die bundesweit zweimal vergeben wurden. Im Jahr 2020 waren das bei den Mädchen: Adalya, Adena, Amore, Brina, Colette, Divora, Katjana, Lönna, Manelia, Marvelous. Bei den Jungen fielen Archibald, Denver, Flake, Gilead, Godwin, Hotte, Jador, Octavio, Rhett, Stancho, Yuel aus dem Raster.

Beliebte Anfangsbuchstaben: L, M und A

Bielefeld wertet seit 2006 jährlich die Hitliste der Vornamen aus - die Daten findet er bei den Kliniken. "Ich werte systematisch die Daten von Geburtskliniken aus. Dort werden die Neugeboren mit Namen und Foto vorgestellt. Das grase ich ab," erklärt er. So wachse seine Datenbank stetig. Die häufigsten Anfangsbuchstaben für Kindernamen sind im Jahr 2020 bundesweit L (15,7 Prozent), M (14,5 Prozent) und A (10 Prozent) gewesen. In einem deutlichen Aufwärtstrend sind die Jungennamen Adam, Carlo, Levi, Lio und Matteo sowie die Mädchennamen Alma, Amira, Carla, Hailey und Olivia.

Ein Name sei in diesem Jahr aber viel seltener vergeben worden, sagte Bielefeld. "Extrem gefallen, der größte Absteiger, ist der Name Greta. Der war letztes Jahr noch auf Platz 30 und 2020 nur Platz 130", weißt der Statistiker. "Das habe ich noch nie erlebt, so einen drastischen Absturz. Das liegt sicher daran, dass Greta Thunberg so prominent ist und dann ganz viele Eltern, egal, ob sie Greta Thunberg mögen oder nicht, nicht wollen, dass dieser Name, dieses prominente Vorbild eben den Namen ihres eigenen Kindes überschattet."

Datenerfassung wird schwieriger

Doch die Arbeit wird für den Hobby-Namensforscher von Jahr zu Jahr schwieriger, zum Beispiel, wenn die Geburtenstationen in Kliniken schließen. Für das Jahr 2020 erfasste Bielefeld knapp 180.000 Geburtsmeldungen aus ganz Deutschland - das sind etwa 23 Prozent aller in der Bundesrepublik geborenen Babys. Monatlich gibt der Statistiker auf seiner Internetseite kleine Zwischenstände bekannt. Die große Auswertung am Ende jedes Jahres dauert dann bis zu drei Stunden, weil er auch die Ergebnisse für die einzelnen Bundesländer errechnet.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 29.12.2020 | 18:00 Uhr

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