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Nach Greensill-Affäre: Amtsdirektor in Mitteldithmarschen bleibt

Stand: 07.05.2021 10:30 Uhr

Stefan Oing bleibt Amtsdirektor in Mitteldithmarschen. Der Antrag, ihn wegen der sogenannten Greensill-Affäre abzuberufen, bekam im Amtsausschuss nicht die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit.

Einige Gemeinden hatten Stefan Oing abberufen wollen, weil sie kein Vertrauen mehr in ihn hatten, sagte der Sprecher der Antragsteller und Bürgermeister von Schafstedt, Harald Mahn. Das Amt Mitteldithmarschen hatte 17 Millionen Euro bei der insolventen Greensill-Bank angelegt. Wochenlang war unklar, ob die 24 Gemeinden des Amtes dieses Geld zurückbekommen. Zum Amt Mitteldithmarschen gehören die Stadt Meldorf sowie 23 umliegende Dörfer - von Albersdorf bis Barlt.

Amtsdirektor schließt Mediation nicht aus

Stefan Oing zeigte sich nach der Abstimmung nachdenklich: "Es ist natürlich schon so, dass eine ganze Menge Mitglieder des Amtsausschusses an der Stelle eben meine Abberufung befürwortet haben. An dem Punkt werde ich arbeiten müssen - vielleicht mit einer Mediation, um dort das Vertrauen der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und auch der Amtsausschussmitglieder wiederzugewinnen."

Geld zurückerstattet und auf Konto eingegangen

Seit einer Woche steht fest: Die 17 Millionen Euro sind durch den Entschädigungsfonds des Bundeverbands deutscher Banken komplett zurückerstattet worden. Das Geld ist bereits auf dem Konto des Amtes Mitteldithmarschen eingegangen. Bundesweit sollen nach derzeitigem Stand 26 Kommunen mindestens 250 Millionen Euro bei der Greensill-Bank angelegt haben.

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Eine Frau betritt eine Filiale der Greensill Bank. © Picture Alliances Foto: Sina Schuldt

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 07.05.2021 | 08:30 Uhr

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