Stand: 14.11.2016 18:25 Uhr

NOB will Probleme bis Freitag beheben

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Die Nord-Ostsee-Bahn will die Einschränkungen bis Ende der Woche in den Griff bekommen.

Die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) wird auf der Strecke von Hamburg-Altona nach Westerland auch in dieser Woche weiterhin mit verminderten Kapazitäten fahren. Nachdem am Freitag wegen technischer Probleme kurzfristig alle 90 Wagen aus dem Verkehr gezogen worden waren, stehen zwar weiterin Ersatzzüge bereit - jedoch mit weniger Plätzen als gewohnt. Außerdem wird die Linie NOB 62 zwischen Heide und Itzehoe derzeit durch Busse ersetzt. Man wolle die Probleme "bis Donnerstag oder Freitag in den Griff bekommen", sagte ein Sprecher NDR 1 Welle Nord.

An einem Waggon ist die Kupplung gerissen

Wann der komplette Fuhrpark wieder in den Normalbetrieb übergehen kann, ist noch nicht klar. Nach Angaben des Unternehmens gibt es Probleme mit den Waggons. An einem Niederflurwagen war die Kupplung gerissen, an anderen Fahrzeugen wurden ebenfalls Auffälligkeiten festgestellt. Mit Ersatzzügen anderer Unternehmen hatte das Transport-Unternehmen den Verkehr am Wochenende wieder aufgenommen.

Täglich sind etwa 18.000 Menschen auf der rund 240 Kilometer langen Strecke an der Westküste unterwegs. Am Freitag hatte es wegen der Zugausfälle teils chaotische Zustände gegeben. "Das ist unfassbar", sagte Achim Bonnichsen von einer Sylter Pendlerinitiative. Die Informationen im Internet und an den Bahnhöfen seien spärlich gewesen.

Probleme kurz vor dem Betreiberwechsel

Die 90 betroffenen Wagen kommen von dem Hamburger Unternehmen Paribus, teilte die Nahverkehrsgesellschaft NAH.SH mit. Die Paribus-Gruppe investiert nach eigenen Angaben das Geld von Kapitalanlegern in Immobilien und Eisenbahnen. Die NOB ist für die Wartung der Wagen verantwortlich. Wenn die Deutsche Bahn die Strecke zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember übernimmt, soll sie dieses Wagenmaterial weiter nutzen - so war es jedenfalls bisher geplant.

Es sind nicht die einzigen Probleme auf der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Westerland. So wirbeln Bauarbeiten in den kommenden Wochen den Fahrplan kräftig durcheinander. Es kommt nach Angaben der Bahn zu Verspätungen und Zugausfällen. Der Fernverkehr, die Autozüge und Züge der NOB sind davon betroffen und fahren nach einem Sonderfahrplan.

Volle Bahnsteige, aber keine Züge

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 14.11.2016 | 22:00 Uhr

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