Stand: 30.04.2019 16:51 Uhr

NABU klagt gegen geplanten Fehmarnbelttunnel

Der Naturschutzbund (NABU) hat beim Bundesverwaltungsgericht Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss für den geplanten Fehmarnbelttunnel eingereicht. Das hat das Gericht bestätigt. "Das dänisch-deutsche Großvorhaben kollidiert mit mehreren europäischen und nationalen Umweltrechtsnormen", begründet der NABU seinen Schritt auf seiner Webseite.

Naturschutzbund: Förderung des Straßenverkehrs ist unverantwortlich

"Die Planer haben statt einer vernünftig ausgelasteten Bahnverbindung einen kombinierten Eisenbahn- und Straßentunnel geplant. Ein auf 100 Jahre angelegtes Projekt dieser Größenordnung ist komplett überdimensioniert. Mit Blick auf den wachsenden Druck durch die Klimakrise ist vor allem eine weitere Förderung des Straßenverkehrs völlig unverantwortlich", kritisiert NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Verbindung ab 2028 geplant

Zuvor hatten bereits die Stadt Bad Schwartau, die Stadt Burg auf der Ostseeinsel Fehmarn und das "Aktionsbündnis gegen eine feste Fehmarnbeltquerung" Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss eingereicht. Geplant ist, dass der Eisenbahn- und Straßentunnel voraussichtlich ab 2028 Fehmarn mit Dänemark verbindet.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 30.04.2019 | 14:00 Uhr

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