Stand: 23.02.2020 16:55 Uhr  - Nachrichten für Schleswig-Holstein

Mit der Spürnase unterwegs für den Artenschutz

Hündin Fay ist eine von drei Hunden in Schleswig-Holstein, die eine besondere Ausbildung genossen hat. Denn sie kann Käfer, Fledermäuse und Co. erschnüffeln und hilft so beim Artenschutz.

Artenschutz dank Spürnase

Ihr aktueller Einsatz: Im Weberhein mitten in Eutin stehen viele Eichen, einige mehr als 200 Jahre alt. Sie sollen auf den seltenen Eremiten-Käfig untersucht werden. Fay bekommt eine Schnüffelprobe und legt los. Sie sucht nach Spuren und schnüffelt fleißig. Hinlegen und anschlagen bedeutet schließlich: Treffer. Für Regina Strunk von der Naturschutzbehörde im Kreis Ostholstein eine freudige Nachricht: "Wir wissen jetzt, dass wir mit diesen Bäumen sehr sorgfältig umgehen müssen. Sie bieten einen besonderes Habitat." Früher mussten Baumpfleger Hebebühnen anfordern, in Astlöchern nach Käfern und Fledermäusen suchen. Und konnten dennoch nie sicher sein, etwas zu finden. Fays Geruchssinn ist da viel präziser.

Der eine Geruch unter vielen

Damit Fay ihre Arbeit machen kann, ist sie nicht nur auf einen Geruch ausgebildet. Sie kann aus vielen unterschiedlichen einen herausfinden. Dafür trainiert ihr Herrchen Manfred Bellin die Hündin regelmäßig. In Hölzern werden fünf unterschiedliche Geruchsproben versteckt. Fay bekommt eine Schnüffelprobe und soll den richtigen finden. So lernt sie auch neue Gerüche kennen. "Diese Differenzierung von Gerüchen ist sicherlich aufwendiger und anstrengender dem Hund am Anfang beizubringen. Aber der Nutzen ist nachher wesentlich größer", erklärt Bellin. Und deshalb stehen auf Fays Lehrplan noch Otter, Feldhamster und Haselmaus.

Dieses Thema im Programm:

Nachrichten für Schleswig-Holstein | 23.02.2020 | 19:30 Uhr

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