Stand: 26.06.2019 19:00 Uhr

Mit Video gegen Angriffe auf Rettungskräfte

Allein im vergangenen Jahr gab es laut Polizeilicher Kriminalstatistik in Schleswig-Holstein 1.221 Fälle von Widerstand gegen die Staatsgewalt. Das ist ein Anstieg von elf Prozent innerhalb der vergangenen fünf Jahre.

Und auch andere öffentlich Bedienstete, wie Lehrer oder Behördenmitarbeiter, beklagen, dass ihnen bei der Arbeit ein Klima entgegen schlägt, in dem Menschen nicht angemessen reagieren. Immer häufiger werden sie bepöbelt oder auch körperlich angegriffen. Das passiert nicht nur Sanitätern, genauso Polizisten oder Feuerwehrleuten. Um daran etwas zu ändern, hat der Landespräventionsrat einen Kinospot vorgestellt, der nun in vielen Kinos im Land vor Blockbustern ausgestrahlt werden soll.

Jugendliche mit Video abholen

Die Macher hoffen, mindestens 30 Prozent aller Jugendlichen zwischen 10 und 19 Jahren zu erreichen. "Wir wollen Menschen dort abholen, wo sie noch formbar sind, wo Werte noch angenommen werden. Also im Sozialisationsprozess", erklärt Thomas-Michael Kassun, Geschäftsführer des Landespräventionsrats. Auch über die Social-Media-Kanäle wie Youtube oder Instagram ist der Präventionsfilm zu sehen. Der Spot soll der erste Schritt sein, damit Gewalt gegen Einsatzkräfte oder Behördenmitarbeiter niemals zur Selbstverständlichkeit wird.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 26.06.2019 | 19:30 Uhr

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